Lokalsport

Auf der Suche nach der neuen Lust nach dem Frust

Fußball Landesligist TSV Weilheim will in Heiningen Wiedergutmachung für Pleite gegen Boll

Hatte an der Niederlage gegen Boll zu knabbern: TSVW-Trainer Chris Eisenhardt. Foto: Markus Brändli
Hatte an der Niederlage gegen Boll zu knabbern: TSVW-Trainer Chris Eisenhardt. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Schmerz lass nach - doch dies wird gar nicht so einfach. Acht Tage nach der 2:5-Desillusionierung gegen Lokalrivale TSV Bad Boll steht für den Landesliga-Tabellenzweiten TSV Weilheim morgen alles andere als ein lockeres Auslaufen an. Gegner FC Heiningen ist einer der schärfsten Verfolger des TSVW im Kampf um den zweiten Tabellenplatz.

Die Klatsche gegen Boll verfolgte Weilheims Trainer Chris Eisenhardt (im Bild) noch einige Tage. „Es war ein kollektives Versagen, in das ich ausdrücklich uns im Trainerteam einbeziehe“, merkt der einstige Oberligakicker selbstkritisch an. „Bei allem Ärger dürfen wir aber nicht vergessen, dass dies erst unsere dritte Punktspielniederlage in dieser Saison war, davon waren zwei knapp und unglücklich“, gibt er zu bedenken.

Mit diesen Worten setzt der Coach den Haken unter den desaströsen Einstieg in die Restrunde, gibt sich zugleich aber auch vorsichtig optimistisch. Diese Niederlage habe „wachgerüttelt“, ist sich Eisenhardt sicher - die neue Lust nach dem Frust steht allen Weilheimer Protagonisten auch gut an.

Denn wenn am Samstag um 17 Uhr Schiedsrichter Andreas Wieczorek (VfB Stuttgart) die Partie anpfeift, steht im Heininger Krautgarten viel auf dem Spiel: Siegt der TSV Weilheim, vergrößert sich der Vorsprung auf den Ex-Verbandsligisten auf sieben Zähler. Im umgekehrten Fall würde der FCH den Limburgstädtern bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Womöglich zöge sogar der Drittplatzierte TV Echterdingen (Auswärtsspiel beim SC Geislingen) vorbei.

Eisenhardt muss in Heiningen definitiv auf Kapitän Daniel Heisig verzichten, der sich mit einer Bänderverletzung herumplagt. Sorge bereitet auch Defensivakteur Georgios Natsis. Der 24-Jährige hat sich im Training das Knie verdreht. Einsatzchance? „Eher gering“, befürchtet Eisenhardt.

Vielleicht wird die tabellarische Situation für die Limburgstädter zum Vorteil. Der FC Heiningen steht nämlich mehr unter dem Druck des Siegenmüssens. Nach dem 1:0 beim TSV Neu-Ulm am 25. Februar folgte vergangenen Sonntag eine 1:2-Pleite beim TV Echterdingen - eine Niederlage, mit der sich der neue FCH-Trainer Denis Egger gar nicht anfreunden konnte und wollte. Sein Wunsch für das Spitzenspiel gegen Weilheim: „Wir müssen noch aktiver nach vorne verteidigen, und das Umschaltspiel muss schneller und gradliniger vorgetragen werden.“

Ein Schlüsselspieler im Göppinger Vorort Heiningen ist just ein gebürtiger Göppinger. Ex-Profi Benjamin Kern, unter anderem für Darmstadt 98 und den FC Augsburg am Ball, hatte vergangenen Sonntag bei der Niederlage in Echterdingen ein besonderes Päckchen zu tragen. Zwar köpfte der 33-Jährige zum zwischenzeitlichen 1:1 ein, in der Nachspielzeit bekam er jedoch den Ball an den Fuß und lenkte ihn von dort ins eigene Tor.

Dorfmerkinger Understatement

Unterdessen wird die Stimmung bei Tabellenführer SF Dorfmerkingen immer besser: Die Ostälbler gehen mit vollem Elan und fünf Punkten Vorsprung auf den TSV Weilheim in das Heimmatch gegen die SG Bettringen. „Es ist noch zu früh, um Prognosen in Sachen Meister abzugeben“, hält SFD-Sprecher Josef Schill den Ball flach. Für mehr Klarheit in dieser Frage würde erst das direkte Duell zwischen den Sportfreunden und dem TSVW am 25. März sorgen.Reimund Elbe/Foto: Brändli

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