Lokalsport

Auf die Minute hin topfitSpielstenogramm

Lenninger Bezirksliga-Handballer besiegen Uhingen/Holzhausen 32:27

Stehende Fan-Ovationen nach dem 32:27 (16:13)-Favoritensturz gegen HT Uhingen/Holzhausen: Die Lenninger Sporthalle stand am Samstag kopf. Am finalen Bezirksliga-Spieltag 2010 präsentierten sich die einheimischen Bezirksliga-Handballer nochmals topfit, allen voran der SGL-Torjäger Robin Renz.

Auf die Minute hin topfitSpielstenogramm

Lenningen. Ein ernüchternder Gäs­tetrainer Volker Werz fasste das Geschehen hinterher so zusammen: „Gegen die Lenninger können wir einfach nicht gewinnen“. Eitel Sonnenschein verbreitete dagegen Lenningens Jochen Renz, der seinen Cheftrainer Klaus Wöller vertreten hatte. „Ich habe gleich in der Heidelberger Klinik angerufen. Klaus hat sich mächtig gefreut. Ich denke, das wird seinen Heilungsprozess nach der Sprunggelenks-Operation beschleunigen“. Schließlich hatte auch noch Robin Renz Grund zur Freude.

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Der Neffe des Co-Trainers brillierte als Gegenstoßspezialist und zeigte auch am Kreis höchste Produktivität. Seine Fangkünste bei Kreisanspielen waren beeindruckend. Für Rolf Lamparter, SG-Urgestein im Tor, war das allerdings selbstverständlich: „Von einem Kreisläufer erwarte ich, dass er solche Bälle fängt“. Noch besser in Szene setzen konnte sich Gäs­teakteur Steffen Liebscher. Durch seine blitzschnelle Rotation bei der Ballannahme am Kreis war er kaum zu stoppen, und dafür gab es Strafwürfe, die er sicher verwandelte. Seine feinen Einzelleistungen und die von Tim Mäusnest auf der halbrechten Position verdankte HT einen zeitweiligen Vier-Tore-Vorsprung. Die linke Abwehrseite der SG erwies sich als Schwachstelle bei den Durchstoßattacken der Gäste. Das hatte auch Folgen beim Angriffsspiel. Zu ungeduldig und zu schnell schlossen die Lenninger viele Angriffe ab.

HT Uhingen/Holzhausen kam dadurch zu leichten Gegenstoßtoren. Beim 6:10/19. war die SG abgehängt. Sechs Minuten später, als Matthias Carrle mit einem langen Abwurf Renz bediente, drehte sich das Spiel – 12:12. Hartnäckigkeit bewies dann Sven Timar, der nach seinem dritten Wurfversuch die SG mit 16:13 in die Halbzeit schoss. Lenningen blieb dran und erhöhte auf 18:13/32. Jetzt hatte die SG Probleme, ihren Vorsprung zu verwalten – mehrere gute Torchancen wurden vertan. Dabei ließ Florian Dieterich seinen Frust an der Tür zum Geräteraum aus. Besser machte es das Handballteam. Markus Güntner, Felix Rummel und Cornelius Lachenmaier trumpften auf. Es stand nur noch 22:21/43.

Wieder verstrickten sich die Gastgeber jetzt im unkontrollierten Angriffsspiel. Jochen Renz nahm eine Auszeit, vorerst ohne Folgen, denn die Filstäler zogen 25:23/48. weg. Trotz einer vollen Auswechselbank konnte HT Uhingen/Holzhausen nicht mehr zulegen. Nach Jan Lamparters 26:25/50. wurde die SG immer stärker. Selbst der verletzungsbedingte Ausfall von Timo Haid ließ die Gastgeber nicht mehr einknicken. Oliver Ringelspacher und Ricki Austen legten jetzt nochmals auf, und die letzten Minuten gehörten Robin Renz, der mit zwei Kontertoren und einem Austen-Anspiel seine Topleis­tung krönte.döl