Lokalsport

Aufatmen nach dem ersten Sieg

Tischtennis Der VfL Kirchheim gewinnt sein Auswärtsspiel bei Oberliga-Schlusslicht Neckarbischofsheim mit 9:5.

Neckarbischofsheim. In der Tischtennis-Oberliga hat der VfL Kirchheim seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Beim abstiegsbedrohten TTG Neckarbischofsheim gewann der VfL mit 9:5. Kurios: Mangels personeller Alternativen musste Neckarbischofsheim das hintere Paarkreuz komplett kampflos verloren geben.

Drei Punkte gingen auf das Konto von VfL-Neuzugang Sudhanshu Grover, der sein Debüt im Kirchheimer Dress gab. Während der Inder im Doppel an der Seite von Simon Geßner erwartungsgemäß in drei klaren Sätzen den ersten Punkt holte, mussten sich Klaus Hummel und Patrick Strauch in fünf Sätzen geschlagen geben. Das dritte Doppel ging kampflos an Markus Holzer/Patrick Müller.

In den Einzeln gingen Simon Geßner nach konzentrierter Leistung (3:0) und Sudhanshu Grover (3:1) mit anfänglichen Startschwierigkeiten als klare Sieger von der Platte. Klaus Hummel überzeugte in drei Sätzen gegen Matus Diko selbst die gegnerischen Zuschauer und sorgte für eine beruhigende 5:1-Führung. Dagegen fand Patrick Strauch nie zu seiner Stärke: „Ich kann in der Halle nicht spielen. Die Bälle bleiben einfach stehen“, haderte der letztjährige Teamkapitän, der letztendlich seinem Gegner zum Sieg gratulieren musste. Durch die kampflosen Erfolge von Markus Holzer und Patrick Müller im hinteren Paarkreuz führte der VfL uneinholbar mit 7:2.

Gastgeber gibt nicht auf

Auch im Topspiel des Abends war Grover nie ernsthaft gefordert und behielt in drei deutlichen Sätzen gegen einen sichtlich gefrusteten und überforderten Michael Frey die Oberhand. Etwas überraschend war, dass Neckarbischofsheim trotz des 2:8-Rückstands um jeden weiteren Punkt kämpfte und die folgenden drei Spiele von Geßner (1:3), Hummel (2:3) und Strauch (0:3) allesamt verloren gingen. Den Punkt zum 9:5-Endstand „ergatterte“ Teamkapitän Markus Holzer per kampflosem Sieg. „Dass Neckarbischofsheim bei einem Heimspiel in der Oberliga nicht in der Lage ist, noch jemanden aus den unteren Mannschaften als Ersatz aufzustellen, können wir nicht nachvollziehen. So fiel der Sieg unterm Strich eigentlich zu niedrig aus“, resümierte Holzer.

So oder so winkt dem VfL am kommenden Sonntag mit einem Sieg im Heimspiel gegen Salamander Kornwestheim II (14 Uhr, LUG-Halle) der Sprung ins Tabellenmittelfeld.mh

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