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Tischtennis Der VfL kann am Doppelheimspieltag einen großen Schritt Richtung Oberligaverbleib machen. Von Peter Eidemüller

Klaus Hummel und Co. peilen aus zwei Spielen einen Sieg an. Foto: Genio Silviani
Klaus Hummel und Co. peilen aus zwei Spielen einen Sieg an. Foto: Genio Silviani

Kirchheim. Vorentscheidendes Wochenende für die Tischten- niscracks des VfL Kirchheim. Am Doppelspieltag in der heimischen LUG-Sporthalle winkt dem Oberligafünften der vorzeitige Klassenerhalt. Das Team um Routinier Klaus Hummel peilt in den Partien gegen den siebtplatzierten TTC Gnadental (Samstag ab 18.15 Uhr) und Schlusslicht TTG Neckarbischofsheim (Sonntag ab 14 Uhr) einen Sieg an. „Das müsste reichen“, rechnet Hummel.

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Dass die Kirchheimer vor heimischer Kulisse nicht mit zwei Erfolgen rechnen, hat Gründe. Zum einen ist vor allem der Samstags-Gegner aus Gnadental besser, als es die Tabelle weismachen will. Das Team aus dem Teilort von Michelfeld ist in der Rückrunde noch ungeschlagen, bilanziert zwei Siege und ein Remis. „Da rechnen wir uns ehrlich gesagt nicht viel aus“, dämpft Hummel die Erwartungen.

Zum anderen plagen den VfL große personelle Probleme. Matthias Gantert laboriert an Schulterproblemen, die ihm bereits zu Saisonbeginn eine Zwangspause beschert hatten. Während sein Einsatz ungewiss ist, sind die Ausfälle von Patrick Strauch (privat verhindert) und Markus Holzer fix - der Mannschaftskapitän tritt am Wochenende bei der Senioren-DM an. „Wir haben mehr mit uns selbst zu kämpfen als mit den Gegnern“, stöhnt Klaus Hummel, der vor diesem Hintergrund selbst das abgeschlagene Tabellenschlusslicht aus Neckarbischofsheim (drei Punkte aus 14 Spielen) als hohe Hürde ausmacht: „Die sind auf Augenhöhe mit uns.“

Sollten beide Heimduelle verloren gehen, würde sich der Blick des VfL in den letzten drei Saisonspielen Richtung Tabellenkeller richten. Der direkte Abstieg wäre vermutlich zwar kein Thema, die Relegation allerdings sehr wohl. Aktuell trennen die Kirchheimer drei Punkte vom Tabellenelften, der im Mai Entscheidungsspiele um den Ligaverbleib bestreiten muss. Dies hätte jedoch erheblichen Einfluss auf die Kirchheimer Kaderplanung für die neue Saison - ein schlagkräftiger Neuzugang hat zwar bereits mündlich zugesagt, macht sein Kommen aber von der Ligenzugehörigkeit abhängig. Auch vor diesem Hintergrund also ein vorentscheidendes Wochenende für den VfL.

Der Sekt kann kalt gestellt werden

Der zweiten VfL-Garde winkt am Wochenende der vorzeitige Titelgewinn in der Landesliga. Bei einem Sieg im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TSV Wendlingen am morgigen Samstag (ab 14 Uhr in der LUG-Halle) wäre dem Spitzenreiter zwei Spiele vor Saisonende Platz eins nur noch im theoretischsten aller rechnerischen Fälle zu nehmen. Verfolger Oberbrüden müsste seine vier letzten Spiele hoch gewinnen, der VfL entsprechend hoch verlieren - alles deutet also darauf hin, dass der VfL kommende Saison eine Mannschaft in der Verbandsklasse stellen wird.pet