Lokalsport

Aufholjagd kostet Kirchheims Korbjäger zu viel Kraft

Basketball VfL verpasst nach 68:82 gegen Ludwigsburg den Sprung auf Platz drei der Regionalliga.

Kirchheim. „Wir haben das Spiel in den ersten zehn Minuten verloren,“ analysierte Trainer Felix Jung die 68:82-Heimpleite seiner Mannschaft gegen Ludwigsburg. „Wir haben uns zwar sehr gut zurückgekämpft, aber das hat zu viel Kraft gekostet, um das Spiel am Ende nochmals zu drehen. Dazu kommt, dass wir in der entscheidenden Phase zu viele individuelle Fehler gemacht haben.“

Dabei hätten die Vorzeichen besser sein können. Aufgrund der Niederlagen der direkten Konkurrenten Schwäbisch Hall und Haiterbach wäre für die Kirchheimer bei einem Heimsieg der Sprung auf den dritten Tabellenplatz möglich gewesen. Doch der Gast aus Ludwigsburg nahm den Teckstädtern mit Beginn der Partie sofort den Wind aus den Segeln. Durch eine überaus aggressive Verteidigung gelangen dem Bundesliganachwuchs einige Ballgewinne, die sie in eine 10:4-Führung umwandelten. Nach vier Minuten kam auch der VfL etwas besser in die Partie, verkürzte auf 11:14. Doch es sollte nur ein kurzes Strohfeuer gewesen sein. Der Gast aus der Barockstadt übte weiter Druck auf die Offensive des VfL aus. Durch einen 13:5-Lauf vergrößerte sich der Vorsprung der Ludwigsburger bis zum Ende des ersten Viertels auf 27:16.

Mit Beginn der zweiten zehn Minuten sahen die Zuschauer zunächst das gleiche Bild. Die BSG baute ihre Führung auf 32:16 aus. Dann ging plötzlich ein Ruck durch die Teckstädter. In der Defensive schalteten sie zwei Gänge höher und brachten so den Gast zum ersten Mal in Bedrängnis. Innerhalb von drei Minuten betrug der Rückstand nur noch sechs Punkte (26:32). Die Zuschauer sahen nun eine hart umkämpfte Partie, in der sich keine Mannschaft bis zur Halbzeit einen entscheidenden Vorteil erarbeiten konnte. So ging der VfL mit einem 33:39-Rückstand in die Kabine.

Auch im dritten Viertel gelang es keinem Team, die Partie an sich zu reißen. Immer, wenn die Teckstädter im Begriff waren, die Partie zu drehen, konterte der Gast und stellte so den alten Abstand wieder her. Nach fünf Minuten lief der VfL deshalb immer noch einem 37:43-Rückstand hinterher. Auch in den folgenden Spielminuten wollte es dem VfL nicht gelingen, in Führung zu gehen. Stattdessen konnten die Barockstädter den Vorsprung zum Ende der dritten zehn Minuten wieder vergrößern (59:51).

Das wollte der VfL nicht auf sich sitzen lassen. Angetrieben von den Zuschauern setzten sie zu einer Aufholjagd an. Innerhalb von fünf Minuten saßen sie den Ludwigsburgern mit einem Punkt im Nacken (62:63). Als dem VfL im nächsten Spielzug die erste Führung des Spiels gelang, kochte die Stimmung in der Stadthalle Stadtmitte. Doch der Gast bewies nun Nervenstärke und nutzte einige individuelle Fehler der Teckstädter zur erneuten Führung (70:64).

Der VfL warf noch einmal alles in die Waagschale, doch weitere Ballverluste verhinderten eine erneute Aufholjagd. Durch einige Freiwürfe vergrößerten die Ludwigsburger ihren Vorsprung und gewannen so am Ende mit 82:68 in der Teckstadt - für die BSG ein Big Point im Abstiegskampf.cpi

So spielten sie

VfL Kirchheim: Bekteshi (10), Hedley (15), Hinitschew, Kardauskas (17, 2 Dreier), Köppl (2), Pichl (2), Sengül, Simpson (3), Sperber (6,1), Strickland (11, 3), Vladov (2)

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