Lokalsport

Aufholjagd wird nicht belohnt

Fußball-Landesliga: TSV Weilheim verliert mit 2:3 beim TSV Bad Boll

Zum ersten Mal in dieser Saison hat der TSV Weilheim zwei Spiele hintereinander verloren. Die Limburgstädter mussten sich beim Lokalrivalen TSV Bad Boll mit 2:3 (0:1) geschlagen geben. Damit hat die Elf von Trainer Alexander Hübbe den Anschluss an die führenden Teams der Fußball-Landesliga vorerst verloren.

Spielplan

Rot jubelt, weiß lässt die Köpfe hängen: Der TSV Bad Boll hat mit dem 3:2 gegen Weilheim den siebten Sieg im zehnten Saisonspiel
Rot jubelt, weiß lässt die Köpfe hängen: Der TSV Bad Boll hat mit dem 3:2 gegen Weilheim den siebten Sieg im zehnten Saisonspiel gelandet. Foto: Genio Silviani

Bad Boll. Mit etwas mehr Glück wäre dem TSV Weilheim in der Schlussphase trotz eines zwischenzeitlichen 0:3-Rückstandes fast noch der Ausgleich gelungen – zum großen Ärger von Bolls Trainer Benjamin Geiger: „Wir hatten das Spiel über weite Strecken fest im Griff und kriegen dann durch eine Standardsituation den 1:3-Anschlusstreffer. Das darf uns einfach nicht passieren.“ Auch der Weilheimer Co-Trainer Christopher Eisenhardt ärgerte sich über die Einschläge im TSVW-Tor: „Wir haben zum ungünstigsten Zeitpunkt die Gegentore bekommen.“

Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Halbzeit mit wenigen Torraumszenen auf beiden Seiten, stellten sich die meisten Zuschauer schon auf eine Nullnummer ein. Dem war aber nicht so. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gelang den Gastgebern nach einem Eckball von Michael Heilemann durch einen Kopfball von Jens Blessing, der vom Weilheimer Abwehrspieler Yücel Uluköyli noch leicht abgefälscht wurde, die nicht unverdiente 1:0-Führung (45.+1).

Auch der zweite Durchgang begann alles andere als gut für die Limburgstädter. Es waren noch keine vier Minuten gespielt, und den Hausherren gelang durch Sebastian Aust das 2:0 (49.). „Den Start in die zweite Halbzeit hatten wir uns anders vorgestellt“, meinte der Weilheimer Co-Trainer Eisenhardt.

Es kam noch schlimmer: Nach einem Abwehrfehler von Daniel Heisig, der das Leder genau vor die Füße von Marcel Mettang köpfte, hatte der ehemalige Weilheimer keine Mühe, die Kugel aus kurzer Distanz zum 3:0 über die Torlinie zu drücken (56.).

Wer jetzt gedacht hatte, die Begegnung sei entschieden, sah sich getäuscht. Die Limburgstädter gaben nie auf und zeigten in der letzten halbe Stunde eine tolle Moral, bedingt auch durch den schnellen Anschlusstreffer von dem erst vier Minuten zuvor eingewechselten Lukasz Majowski zum 3:1 (65.), was den Weilheimer Co-Trainer nach dem Spiel auch positiv stimmte: „Wir haben uns trotz des 0:3-Rückstandes nicht hängen lassen“, so Eisenhardt.

Danach wurde Partie noch einmal richtig spannend, und beide Mannschaften lieferten sich bis zum Schluss einen offenen Schlagabtausch. Zunächst hätten die Gastgeber durch Sebastian Aust, der nach einer mustergültigen Vorlage von Marcel Mettang das vierte Tor hätte schießen können, die Chance auf die Vorentscheidung. Doch TSVW-Keeper Ihring parierte. Fast im Gegenzug hatten auch die Weilheimer durch André Kriks (scheiterte an Bolls Torwart Marc Scherrenbacher) und Yücel Uluköyli (sein Flachschuss verfehlte das Boller Tor nur ganz knapp) die Chance zum zweiten Treffer. „Wenn uns das zweite Tor früher gelingt, wäre die Chance auf einen Punktgewinn noch größer gewesen“, sagte Eisenhardt – doch das zweite Weilheimer Tor durch Daniel Heisig zum 2:3 kam zu spät (90.+1).

Am Ende feierte der TSV Bad Boll einen verdienten 3:2-Erfolg mit einem überglücklichen Marcel Mettang, der sich gleich doppelt freuen durfte: Zum einen über den siebten Saisonsieg seiner Mannschaft im zehnten Spiel, und zum anderen über den Erfolg gegen seine ehemalige Mannschaftskameraden: „Ein Lokalderby hat immer seine eigene Reize. Am meisten freue ich mich aber über unseren erfolgreichen Saisonstart.“ Auch der Boller Trainer Benjamin Geiger war mächtig stolz auf seine Jungs: „Das haben wir heute richtig stark gemacht. Unser hoher Aufwand, den wir betrieben haben, wurde am Ende völlig zu Recht belohnt.“me

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