Lokalsport

Aus dem Keller an die Spitze

Basketball Der VfL feiert beim 86:82-Coup in Göppingen den dritten Landesligasieg in Folge und schielt auf Platz zwei.

Applaus vom (Spieler-)Trainer: Marco Wanzke und der VfL haben überraschend in Göppingen gewonnen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Mit einer sensationellen Freiwurfquote und starken Nerven in der Schlussphase ist den Landesliga-Basketballern des VfL Kirchheim die 86:82-Sensation bei Landesliga-Primus TS Göppingen gelungen. Kirchheim steht jetzt auf dem fünften Tabellenplatz, der Abstand zum Abstiegsrang neun beträgt vier Siege - zum Relegationsplatz in die Oberliga nur drei.

Es war der dritte Sieg nacheinander für das Team von Spielertrainer Marco Wanzke, doch nach den Heim-Erfolgen gegen die Kellerkinder Ravensburg und Söflingen hatte dieser eine ganz andere Qualität. Schließlich ging es zum zu Hause noch ungeschlagenen Spitzenreiter, der sich zudem mit dem Ex-Kirchheimer Max Hinitschew verstärkt hatte. Doch seitdem Knights-Physiotherapeut Erik Weßelborg zum Team gestoßen ist, hat die Mannschaft eine andere Qualität. Da machte es auch nichts, dass erneut die drei Center Cveti Bozic, Hector Alanis Sanchez und Max Mauch fehlten.

Sechs der ersten neun Punkte zum 9:5 kamen von Wanzke, was schon mal ein gutes Zeichen war, hat der Spielertrainer bisher doch eher als Organisator denn als Scorer geglänzt. Fast überraschend kam hinzu, dass erst der achte Freiwurf (10.) danebenging: Mit unter 54 Prozent stellte der VfL bis zu diesem Tag das schlechteste Team der Liga, diesmal waren es am Ende fast 87 Prozent (26:30).

Doch nach dem 22:21 gab es im zweiten Viertel einen Einbruch: Den Gastgebern wurde ein 15:0-Lauf vom 24:25 (12.) zum 24:40 (15.) gestattet, der Favorit setzte sich ab. Kurz danach waren drei weitere Dreier des Gegners durch die Reuse gerauscht, das 32:51 (17.) schien bereits eine Vorentscheidung. Doch Kirchheim rappelte sich auf, Göppingen traf auch nicht mehr alles, und der 11:0-Lauf zum 43:51 (20.) war perfekt.

Kirchheim hat bessere Nerven

Die Aufholjagd ging auch nach der Pause weiter. Nach 27 Minuten gelang wieder die Führung - 62:59. Doch Göppingen blieb dran, und beim 69:71 (33.) begann der Nervenkrieg. Und da war Kirchheim an diesem Abend besser. Erik Weßelborg, Tim Auerbach und Kiri Engonidis schafften bei gleichzeitig starker Abwehrleistung aller Akteure den entscheidenden 12:2-Lauf zum 81:73 zweieinhalb Minuten vor Schluss. Die Turnerschaft wehrte sich zwar noch einmal, kam in der 39. Minuten auf 81:77 heran, doch der VfL konterte zum 86:79, sodass der letzte der sechs Dreier des Ex-Kirchheimers Turan Cal nur noch Ergebnis-Kosmetik bedeutete.ut

 

VfL Kirchheim: Auerbach (18/3), Engonidis (13), Gligoric (9/1). M. Haziri, Palmieri (13/1), Schmauder (3), Schmidt (3/1), K. Wanzke, M. Wanzke (12), Weßelborg (15)

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