Lokalsport

Aus „Wembley“ wird Kunstrasen

TG-Neujahrsempfang Die Stadt verspricht sich vom Umbau des Fußballjugendplatzes eine höhere Nutzung

Servierte unter anderem ein „Fußball-Bonbon“: Angelika Matt-Heidecker. Foto: Brändli
Servierte unter anderem ein „Fußball-Bonbon“: Angelika Matt-Heidecker. Foto: Brändli

Kirchheim. Der Verkauf des „Ott-Platzes“ steht offenbar kurz bevor. Im Rahmen des Neujahrsempfangs bei der TG Kirchheim hat Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker über die Umgestaltung des Jugendplatzes sowie über die Fortschreibung des Sportentwicklungsplans informiert.

Traditionell hatte die Turngemeinde Vertreter aus Politik, Verwaltung, Sport und Kultur am Dreikönigstag zum Neujahrsempfang eingeladen - bereits zum 38. Mal. „Tradition“ hatte die TG-Vereinsvorsitzende Silvia Kretzschmar dann auch in den Mittelpunkt ihrer Ansprache gestellt. Traditionen seien nach wie vor „in“, denn jede habe schließlich einmal als Neuheit begonnen, sagte Kretzschmar, die an ihre Amtsvorgänger erinnerte, die vor 38 Jahren wohl kaum daran gedacht hätten, dass es den TG-Neujahrs- empfang 2018 immer noch geben würde. Sportlich verkündete die Vereinsvorsitzende die vollzogene Neugründung einer Darts-Abteilung mit insgesamt sechs Mannschaften und die geplante Aufrüstung in der Fußball-Abteilung (siehe Fußkasten).

Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker nahm den „Fußball-Faden“ gerne auf und bestätigte den Verkauf des sogenannten „Ott-Platzes“ gegenüber des Stadiongeländes zur Entwicklung von Gewerbeflächen. Im Gegenzug solle der als „Wembley-Platz“ bezeichnete Jugendplatz in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Dies, so das Stadtoberhaupt weiter, führe gerade in den Wintermonaten zu einer wesentlich höheren Nutzung. Den Gemeinderatsbeschluss vorausgesetzt, könnte der neue Platz bereits ab Oktober 2018 in Betrieb gehen.

Quasi als Bonbon servierte Angelika Matt-Heidecker die Errichtung eines Bolzplatzes zwischen dem Catania-Spielfeld und dem bestehenden Kunststoff-Sandrasenplatz jenseits der Lindach. Hierfür genutzt wird der Aushub aus dem Umbau des „Wembley-Platzes“. „Hätte der Aushub abgefahren werden müssen“, so das Stadtoberhaupt, „wären wesentlich höhere Kosten entstanden.“

Hinsichtlich des 2008 auf den Weg gebrachten Sportentwicklungsplans, aus dem das VfL-Vereinssportzentrum hervorgegangen war, kündigte Angelika Matt-Heidecker nach zehn Jahren nun eine Fortschreibung oder Korrektur an. Der Relaunch solle deshalb auf der im Oktober anstehenden Klausurtagung mit den Vertretern aus Verwaltung, Gemeinderat und den Sportvereinen vorbereitet werden.Helge Waider

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