Lokalsport

„Aus wenig viel gemacht“

Der größte Erfolg im Weilheimer Jugendfußball trägt zu großen Teilen seine Handschrift. Trotzdem hört B-Junioren-Trainer Armin Sigler auf. Warum?

Herr Sigler, sind Sie das beste Beispiel dafür, dass man aufhören soll, wenn‘s am schönsten ist?

Armin Sigler: Ich mache aus privaten Gründen erst mal ein Jahr Babypause, da ich vor zwei Wochen zum vierten Mal Vater geworden bin. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, danach wieder für den TSVW im Scouting-Bereich tätig zu werden, den Jugendkoordinator Uwe Heth allmählich aufbauen will.

Wie ist der dritte Platz Ihrer Mannschaft einzuordnen?

Sigler: Das ist überragend und vergleichbar mit dem, was Darmstadt in der Bundesliga geleistet hat. Dass wir als Provinzverein mit Teams wie Heidenheim und Großaspach, die ganz andere finanzielle Mittel haben, mithalten können, ist aller Ehren wert.

Nach Platz acht in der Premierensaison und Platz neun im vergangenen Jahr nun Dritter. Woran liegt‘s?

Sigler: Das Jugendkonzept, das noch vor meiner Zeit in Weilheim angestoßen wurde, trägt nun Früchte. Hier wird viel mit Zusammengehörigkeitsgefühl und Teamgeist erreicht und aus wenig viel gemacht.

Der Erfolg weckt Begehrlichkeiten. Kann die B-Jugend nächste Saison um den Oberligaaufstieg mitspielen.

Sigler: Leider erweist sich unsere gute Rückrunde gewissermaßen als Fluch, da unsere Spieler dadurch heftig umworben werden. Einige werden den Verein wohl verlassen, andere haben zugesagt, dass sie bleiben, wenn die A-Junioren in die Verbandsstaffel aufsteigen.pet

Armin Sigler ist seit 17 Jahren Trainer im Aktiven- und Jugendbereich, hat dabei unter anderen auch die A- und B-Junioren des VfL Kirchheim in der Verbandsstaffel betreut. Der 42-Jährige lebt in Bissingen.

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