Lokalsport

Bange machen gilt am Oberen Wasen nicht

Nomen est Omen - von wegen. Zum aktuellen Spielerkader des SV Nabern gehört zwar unter anderem Markus Glück, doch das, was sein Nachname verspricht, hat der Verein ganz sicher nicht gepachtet. Nach 15 Spielen wartet der SV Nabern immer noch auf den ersten Dreier. Als Trostpflaster diente bisher der Hinweis auf die Schicksalsgenossen vom Rhein. Aber seit die Kölner Bundesligakicker mit neuem Trainer rechtzeitig vor der Winterpause ihre Sieglos-Serie beendet haben, ist das auch vorbei. „Wo soll das enden?“ fragt sich die Naberner Fußballfamilie angesichts der Roten Laterne.

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Auslöser der sportlichen Krise war der Wegfall von drei erfahrenen Mannschaftsstützen. Bei Marc Schmid riss das Kreuzband, Andre Odehnal wechselte zum ASV Aichwald und Andreas Neuhäußer hängte vorübergehend die Kickstiefel an den Nagel. „Mit dem Trio brach der Kern der Mannschaft weg“, so die Einschätzung von Abteilungsleiter Michael Dangel.

Mit einem stark verjüngten Team (Durchschnittsalter 21) war es in die Saison gegangen. Allerdings missglückte gleich der Start, Niederlage auf Niederlage folgte, und das Selbstvertrauen schwand. Die Greenhorns um den unwesentlich älteren Trainer Marcel Geismann (26) gerieten in eine Abwärtsspirale, aus der sie sich bis zur Winterpause nicht mehr befreien konnten. Dabei zollten viele Gegner den Nabernern durchaus Respekt: „Es kann nicht sein, dass ihr ganz unten steht, so wie ihr spielt“, hieß es oft.

Das sind Komplimente, die durchaus Mut machen, denn noch ist Nabern nicht verloren. Noch sind 45 Punkte zu vergeben und zwei Drittel davon dürften reichen, um die Klasse zu halten. „Aufgeben tun wir auf keinen Fall!“ betont Dangel.

Unabhängig vom Ausgang des Unternehmens Klassenerhalt muss dem SV Nabern vor der Zukunft nicht bange sein, denn auf dem neuen Rasenplatz tummeln sich viele Nachwuchstalente. Vergangenes Jahr wurden gleich drei Mannschaften Staffelmeister in ihren Altersklassen (A-, C- und E-Jugend).Klaus Schlütter