Lokalsport

Beinahe-Stolperer zur Mittagszeit

Achtelfinale: TSV Weilheim mit Last-Minute-Sieg – VfL kegelt Bezirksligamitaufsteiger Obere Fils raus – Ötlinger bieten Jesingern Paroli

Keine Überraschungen im Achtelfinale: In den acht K.o.-Spielen vom Samstag setzte sich jeweils der Favorit durch, wobei so mancher fast ins Straucheln kam.

SF Dettingen I – SGM Jebenhausen/Bezgenriet 4:0 (3:0): Die Hallo-Wach-Aktion für Dettingen bereits nach fünf Minuten: ein Pfostenschuss von SGM-Kapitän Felix Melzer. Danach drehten die Sportfreunde auf und machten bis zur Halbzeit alles klar. Kurios das 2:0. Ein Freistoß von Markus Aufrecht prallte von der Unterkante der Latte auf den Rücken von Torwart Benedikt Rettig und von dort ins Tor. Im Gefühl des sicheren Sieges schalteten die SFD einen Gang zurück, der Spielfluss ging verloren. Trainer Heiko Blumauer war dennoch zufrieden: „Gestern das letzte Spiel, heute das erste. Dazwischen die Geburtstagsfeier für Sebastian Renz (er wurde 30). Das war schon hart.“ Tore: 1:0 Tim Lämmle (10.), 2:0 Markus Aufrecht (15.), 3:0 Tim Lämmle (30.), 4:0 Tino Jungblut (54.)

TSV Weilheim II – TV Unterlenningen 3:0 (2:0): Auf dem Weg ins Viertelfinale gab es für die Weilheimer nur einen Schreckmoment, als Unterlennigens Torjäger Kevin Rieke in der 20. Minute das 1:1 auf dem Fuß hatte. Doch der ansonsten häufig abgezockte TVU-Goalgetter scheiterte mit seinem Schuss von Höhe des Elfmeterpunkts frei stehend an Weilheims Keeper Raphael Maskow. Der Kreisliga A-Aufsteiger TSVW präsentierte sich als das Team mit der besseren Raumaufteilung, folglich hatten die TVU-Kicker größte Probleme, Pässe in die Gefahrenzone des Gegners zu spielen. Darin erkannte auch TVU-Spielertrainer Timo Stümpflen das Hauptmanko. „Wir haben es in diesem Spiel einfach nicht hinbekommen, den Aktionsradius der Weilheimer entschiedener zu stören und haben auch zu wenig Akzente nach vorne gesetzt“, bilanzierte der Defensivakteur selbstkritisch. Tore: 1:0 Florian Bauer (4.), 2:0 Johannes Hartig (24.), 3:0 Tobias Salzer (56., Foulelfmeter).

TV Neidlingen – TSV Owen 2:1 (0:0): Patrick Kölle war der Mann des Spiels. Erst zimmerte der Neidlinger Spielertrainer den Ball an die Latte. Dann verwandelte er einen Foulelfmeter zum Führungstreffer. Es folgte die Vorarbeit zum zweiten Tor. Schließlich dirigierte er die Truppe, nachdem er sich selber ausgewechselt hatte, vom Spielfeldrand aus. Nach Owens Anschlusstreffer musste der ranghöhere Kreisliga-A-Klub noch einige Minuten um den Einzug ins Viertelfinale bangen. „Keine Frage, der Sieg war für Neidlingen verdient“, meinte Owens Trainer Claus Eberle. „Aber wir haben uns gut verkauft. Mit etwas Glück wäre ein Unentschieden möglich gewesen.“ Tore: 1:0 Patrick Kölle (35., Foulelfmeter), 2:0 Lukas Pflüger (41.), 2:1 Eugen Neustätter (55.).

SG Ohmden/Holzmaden – TG Kirchheim 1:0 (0:0): Ein Freistoß ebnete der SG 20 Minuten vor dem Schlusspfiff den Weg ins Viertelfinale. Es war einer der wenigen bemerkenswerten Offensivaktionen einer gehemmt wirkenden Spielgemeinschaft. Die TG zeigte dagegen über weite Strecken das variablere, finessenreichere Spiel, erarbeitete sich rund ein halbes Dutzend gute Torchancen – allein TG-Goalgetter Bolly Suhu hatte dreimal Pech im Abschluss. TG-Trainer Costa Giacobbe hatte deshalb eine Träne ob des Achtelfinal-Aus im Knopfloch. „Ich freue mich trotzdem für die Mannschaft, denn sie hat nach dem Spiel auch von vielen neutralen Zuschauern verdientermaßen Lob für ihren Auftritt in diesem Achtelfinale erhalten“, bilanzierte der einstige Oberligakicker des VfL Kirchheim. In der spielentscheidenden Szene fand SGOH-Spieler Michael Bezler bei seinem Freistoß eine Lücke in der TG-Mauer, der überzeugende TG-Keeper Lamin Dampha (hielt unter anderem in der ersten Halbzeit einen Foulelfmeter) kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball. Tor: 1:0 Michael Bezler (40.). Besonderes Vorkommnis: TG-Torwart Lamin Dampha hält Foulelfmeter, geschossen von Burak Engin (14.)

VfL Kirchheim – TSV Obere Fils 1:0 (1:0): Je länger das Spiel dauerte, desto öfters schaute Markus Schweizer auf die Uhr. Der VfL-Spielertrainer musste bis zum Abpfiff ums Weiterkommen bangen. Die Mannschaft von Stefan Haußmann, der bis vor drei Jahren die „Blauen“ trainierte, war ein starker Gegner für seinen vor allem im Abschluss nicht überzeugenden Ex-Klub. „Schade, uns wurde in der ersten Halbzeit ein reguläres Tor aberkannt“, bedauerte der TSV-Coach – Marco Floridia stand bei seinem Torschuss in der 26. Minute nicht im Abseits. Haußmann weiter: „Aufgrund unserer angespannten Personalsituation bin ich mit der Leistung trotzdem zufrieden.“ Tor: 1:0 Andreas Elsässer (5.).

AC Catania Kirchheim – TSG Zell 3:0 (2:0): Mit einem zentral und flach verwandelten Foulelfmeter stiegen die Kirchheimer effektiv ins Match ein. Das 1:0 erwies sich als Wirkungstreffer. Die Fußballer des Turn-, Sport- und Gesangvereins benötigen eineWeile, um sich neu zu sortieren. Das 2:0 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, Sifedin Serour hatte per Flachschuss den zu spät reagierenden Zeller Torwart düpiert, war die halbe Miete. Zwar mühte sich der B-Ligist in der zweiten Halbzeit redlich – die TSG-Kicker kreuzten immer mal wieder vor dem Catania-Tor auf – doch die Kirchheimer hatten so viel Stabilität in ihrem Spiel, dass sie die wenigen heiklen Situationen problemlos wegsteckten. Besondere Mühe hatten die Zeller vor allen Dingen mit dem beweglichen Diego Attorre, dessen Laufstärke seinen Mitspielern immer wieder Freiräume ermöglichte. Tore: 1:0 Dino Scroppo (11., Foulelfmeter), 2:0 Sifedin Serour (30.), 3:0 Nick Wongkaew (57.).

TSV Weilheim I – SV Nabern 1:0 (0:0): „Felix“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „der Glückliche“. Weilheims Stürmer Hummel trägt eben diesen Vornamen und machte ihm alle Ehre: Als in der teilweise ausgeglichen geführten Partie um die Mittagszeit alle schon mit dem entscheidungsbringenden Elfmeterschießen gerechnet hatten, schlenzte der Weilheimer das Leder aus 16 Metern ins leere Tor (60.). Vorausgegangen war ein dicker Patzer von Naberns Goalie Dominic Adler, der ohne Not aus seinem Tor herausgeeilt war, das Leder jedoch an der Strafraumgrenze nicht unter Kontrolle bringen konnte. Zuvor hatte der SV Nabern in der ersten Halbzeit die Partie bestimmt. Erst nach dem Seitenwechsel machte der Landesligist mehr Druck, kam zu einigen Chancen, die jedoch alle nicht zum Erfolg führten. Der A-Ligist kämpfte tapfer, wurde am Ende aber mit besagtem Glück besiegt.

TSV Jesingen – TSV Ötlingen 4:2 (2:1): „Das war ein unverdienter Sieg für den TSV Jesingen“, befand Ötlingens Markus Lepadusch, der den TSVÖ für den im Urlaub weilenden Trainer Benedetto Savoca vertrat. Der B-Ligist konnte die Begegnung über weite Strecken ausgeglichen gestalten und zeigte Moral. Gleich zweimal konnte ein Rückstand ausgebügelt werden. Die Elf von den Lehenäckern tat sich schwer seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und konnte froh sein, in der Schlussphase zwei Unsicherheiten in der Ötlinger Abwehr zur endgültigen Entscheidung nutzen zu können. Tore: 1:0 Christian Dangel (9.), 1:1 Stefan Schwarzbauer (12.), 2:1 Steffen Olpp (19.), 2:2 Johannes Weber (37.), 3:2 Davor Messerschmidt (45.), 4:2 Dangel (56.).

Anzeige