Lokalsport

Beine gut – Resultat enttäuschend

Mountainbike: Fumic wird Fünfter in Solothurn

Manuel Fumic hat den letzten Test vor dem Weltcup am Samstag in der Schweiz mit Platz fünf beendet. Beim BMC Racing Cup in Solothurn verpasste er zu Beginn den Anschluss. Der Schweizer Nino Schurter holte sich den Sieg.

Bei der Aufholjagd auf sich alleine gestellt: Manuel Fumic.Foto: Schmid
Bei der Aufholjagd auf sich alleine gestellt: Manuel Fumic.Foto: Schmid

Solothurn. Es war ein kleines Detail schon nach gut zwei Kilometern. Eine falsche Linie in einer Laufpassage brachte Manuel Fumic so ins Hintertreffen, dass die Post an der Spitze ohne ihn abging. An zweiter Stelle war er in den Anstieg hinein gegangen, an achter Position kam er oben heraus. „Da habe ich den Zug schlicht verpennt“, musste er später einräumen. Weil der 5,5 Kilometer lange Kurs in Solothurn zweimal eine lange Flachpassage auf Asphalt aufweist, ist es dort schwer, Lücken zu schließen. „Ich musste alles alleine machen, das war eine blöde Situation“, meinte Fumic im Ziel. Wenn er einen Konkurrenten zum Tempomachen nach vorne lassen wollte, wurde die Verfolgergruppe sofort langsamer. Trotzdem hätte Fumic um ein Haar noch Anschluss an Julien Absalon und Lukas Flückiger gefunden, doch es reichte nicht ganz. Auch, weil die beiden BMC-Teamkollegen gut harmonierten.

Ganz vorne hatten sich Vize-Weltmeister Nino Schurter und dessen Ex-Teamkollege Florian Vogel abgesetzt. Das Schweizer Duo harmonierte gut und fuhr zeitweilig 40 Sekunden Vorsprung heraus, ehe Vogel zur Hälfte der 38,5 Kilometer nach Defekt aussichtslos zurückfiel. Manuel Fumic kämpfte in der zweiten Verfolgergruppe und verlor ab der Hälfte des Rennens nur noch ein paar Sekunden auf den führenden Schurter. Seine Gruppe verkleinerte sich immer mehr, bis er in der letzten von sieben Runden nur noch mit Cannondale-Teamkollege Marco Fontana (Italien) und Martin Fanger (Schweiz) um Rang vier kämpfte. Den holte sich dann Fanger (+1:03), während Fumic neun Sekunden dahinter den letzten Platz auf dem Podium mitnahm.

„Ich hatte gute Beine, das Training hat gezündet, nur über das Ergebnis bin ich etwas enttäuscht“, sagte Fumic mit Blick auf die in zwei Wochen beginnende Weltcup-Saison. „Insgesamt würde ich es aber als gelungenes Rennen bezeichnen.“

Nino Schurter gewann am Ende in 1:34:09 Stunden mit 21 Sekunden Vorsprung auf Weltmeister Julien Absalon (Frankreich), der wie Fumic am Anfang den Anschluss verpasste. Dritter wurde Lukas Flückiger (Schweiz).

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