Lokalsport

Bezirksligisten bieten dem Winter die Stirn

Fußball Staffelleitung verzichtet auf Generalabsage am letzten Spieltag der Hinrunde.

Kirchheim. Die wichtigste Nachricht vor dem Jahres-Endspurt in der Fußball-Bezirksliga am Sonntag kam von Staffelleiter Rainer Veit: „Es wird definitiv keine Generalabsage des Spieltags geben“, hat der Funktionär aus Nürtingen angekündigt. Die Wetterprognosen sind zwar durchwachsen, mit Tagestemperaturen über null Grad aber so, dass auf den meisten Plätzen gekickt werden kann. „Vereine mit Rasenplätzen können auch in Nachbarorte mit Kunstrasen ausweichen, zumal in den Kreisligen ja nicht mehr gespielt wird“, rät Veit.

Anzeige

Der TV Neidlingen wird diese Option wohl nicht in Anspruch nehmen. „Unser Platz ist abgetrocknet und macht einen für die Jahreszeit guten Eindruck“, gibt sich TVN-Abteilungsleiter Marlon Lamour nach einer Platzbesichtigung optimistisch. Den Umzug auf Kunstrasen habe man im Verein zwar andiskutiert, den Gedanken aber schnell wieder verworfen. „Wir bekommen das auf unserem eigenen Platz am Sonntag hin“, ist Lamour überzeugt. Die Neidlinger erwarten den TSV Neckartailfingen, gegen den der Aufsteiger mit einem 2:1-Auswärtssieg im Sommer die Saison gleich mit einem Ausrufezeichen begonnen hatte. In der Tabelle trennen den Tabellenneunten aus Neidlingen und die drei Plätze dahinter liegenden Neckartenzlinger fünf Punkte.

Grünes Licht für den Sonntag gibt auch VfL-Spielertrainer Markus Schweizer. „Wir können auf unserem Kunstrasen mit Sicherheit spielen.“ Die Kirchheimer kickten letztmals am 19. November (1:2-Niederlage beim TSV RSK Esslingen) um Punkte. Gegen Vorwärts Faurndau will man deshalb nun unbedingt antreten, auch wenn sowohl Schweizer wie auch David Srsa mit einer schweren Erkältung zu kämpfen haben. Gegen den FV, den Schweizer für „kampfstark“ hält, soll vor der Pause ein Sieg her. In der Hinrunde gewann der VfL im Göppinger Stadtbezirk nach Toren von Marcel Helber und Dominik Cseri mit 2:0. Weil Kirchheims Relegationsplatz-Konkurrent TSV Oberensingen übermorgen spielfrei ist, könnten die Blauen mit einem Sieg bis auf einen Zähler an den Tabellenzweiten heranrücken - falls nicht auch der Tabellendritte SGEH erfolgreich ist.

Die Sportgemeinschaft bekommt es am Sonntag mit dem TSV Berkheim zu tun. Weil auch die Partie in Berkheim auf Kunstrasen ausgetragen werden soll, ist das Risiko, dass sie ausfällt, gering. „Die Eisplatten sind längst geschmolzen“, berichtet TSVB-Pressewart Michael Till. „Es schaut gut aus.“ Die Berkheimer zeigten zuletzt aufsteigende Tendenz. Die beiden vergangenen Partien gestaltete der Aufsteiger mit zwei Siegen erfolgreich: Dem 1:0 über den mitgefährdeten FC Eislingen folgte ein 2:1 in Faurndau. „Wir haben deutlich an Stabilität gewonnen“, betont Till. Am vergangenen Dienstag gewann der TSV Berkheim ein Testspiel gegen den TV Nellingen II (Kreisliga A) locker mit 8:2.

Die SGEH rückt allerdings nicht nur mit einigem Selbstvertrauen an, sondern auch mit einem positiven Gefühl aus dem Hinspiel. Damals gewann die Sportgemeinschaft zum Rundenauftakt im heimischen Hardtwaldstadion mit 6:0. Reimund Elbe