Lokalsport

Bis auf die Knochen

Neues Jahr, neues Glück, neue Mailflut – wer seinen Arbeitstag fast ausschließlich in den Untiefen von Outlook verbringt, kommt an keiner noch so kuriosen elektronischen Post vorbei. 2017-Siegläufer im inoffiziellen „Gibt‘s-doch-gar-nicht-Contest“ ist nach knapp drei Wochen die Mitteilung eines bayrischen Startups, das ein neues In-Getränk anbietet – und was für eins!

Red Bull und Flying Horse können schon mal einpacken, denn das neue Powergesöff hat offenbar nicht nur bereits Hollywoodstars und US-Profisportler begeistert, sondern ist auch noch ökologisch und biodynamisch: Knochenbrühe soll vom Freistaat aus die Herzen und Mägen der Menschen erobern. „Neben den vielen gesundheitlichen Vorteilen ist die Brühe zudem noch äußerst kalorienarm“, versprechen die Macher, die laut eigener Aussage von Hand mit regionalen Zutaten arbeiten. Sprich: Weiß-blaue Rindviecher können sich im Angesicht des Todes künftig sicher sein, der Nahrungsmittelkette zu 100 Prozent zugeführt zu werden.

Und wer weiß: Sollten Adidas, Audi und Telekom dem FC Bayern eines Tages den monetären Rücken kehren, könnten die Brühebuben sich à la Leipzig und Salzburg ins Gespräch bringen: Deutscher Meister wird dann nur noch der 1. FC Knochenbrühe München. Na denn, Prost!

Randnotiz Peter Eidemüller über gesundheitsfördernde Werbemails

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