Lokalsport

Bitterer geht‘s nicht

Knights verlieren auch zweites Wochenendspiel 87:88

Ein ganz bitteres Wochenende für Kirchheims Zweitliga-Basketballer fand gestern Abend in der Sporthalle Stadtmitte seinen Abschluss. Mit 87:88 mussten sich die Ritter Aufsteiger Hamburg Towers geschlagen geben. Nach langer Kirchheimer Führung gingen die Hanseaten erst 16 Sekunden vor Schluss in Führung. Der letzte Wurfversuch von Bryan Smithson jenseits der Mittellinie verfehlte nur um Haaresbreite sein Ziel.

Kirchheim Knights - Hamburg Towers
Kirchheim Knights - Hamburg Towers

Kirchheim. Sport kann grausam sein. Nach der Niederlage nach zweimaliger Verlängerung am Freitag in Chemnitz, konnten die Teckstädter auch am Sonntag vor heimischem Publikum eine starke Leistung nicht mit einem Sieg krönen. „Am Ende haben uns ein paar entscheidende Rebounds gefehlt. Die Niederlage ist extrem bitter für unser junges Team“, so die erste Reaktion von Kirchheims neuem Trainer Michael Mai.

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Erst in der letzten Spielminute verspielten die Ritter den knappen Vorsprung. Bryan Smithson, mit 27 Punkten überragender Akteur auf dem Parkett und Topscorer des Abends, brachte seine Mannschaft mit 87:82 per Dreier in Front. Doch danach trafen nur noch die Gäste. Ben Beran zweimal per Korbleger und Distanzwurf und letztlich Smithson mit dem Verzweiflungswurf in der Schlusssekunde, stand das Glück erneut nicht zur Seite.

Die Ritter waren gut in die Partie gestartet. Vor allem die harte Kirchheimer Defensive zwang Hamburg ein ums andere Mal zu schweren Würfen. Die Knights konnten sich erneut auf ihren Anführer Bryan Smithson verlassen, der sowohl in Korbnähe, als auch aus der Distanz schnell seinen Rhythmus fand. Er erzielte im Alleingang zwölf Punkte und sorgte so für die 25:20-Führung nach dem ersten Viertel. Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann eine hektische Partie. Technische Fouls brachten zudem das Publikum ins Spiel. Hamburg verteidigte nun aggressiver, zwang die Kirchheimer zu Fehlern. Die junge Mannschaft ließ sich zunächst anstecken und verfiel in Hektik. Michael Mai reagierte und brachte sein Team nach einer Auszeit zurück auf Kurs.

Die Führung wechselte nun mehrmals, bevor Kirchheim zum Ende der ersten Hälfte noch einmal davonziehen konnte. Mit 50:46 ging es in die Kabinen. Auch im dritten Viertel blieb die Intensität der Partie hoch. Wieder konnten sich die Kirchheimer einen leichten Vorteil erarbeiten und gingen mit 70:64 in Führung, bevor es in den Schlussabschnitt ging. Kirchheim dominierte und fand immer wieder einen Weg, den starken Hamburger Center Michael Wenzl aus der Gefahrenzone zu halten. Doch Hamburgs Topscorer Will Barnes übernahm nun in der Offensive das Kommando. Die Ritter versuchten alles und wurden vom stehenden Publikum lautstark unterstützt, doch in der hektischen Schlussphase fehlte das letzte Quäntchen Glück und die Kraft. Die Verlängerung in Chemnitz machte sich nun bemerkbar. Nichtsdestotrotz scheint sich die neue Kirchheimer Truppe viele Sympathien zu erspielen. In den Schlussminuten der Partie feuerte das Publikum seine Mannschaft auch während der Auszeiten frenetisch an und verbreitete eine beeindruckende Stimmung in der Sporthalle Stadtmitte.

Am kommenden Sonntag treffen die Ritter nun auf Heidelberg. Diese starteten ihrerseits ebenfalls mit einem Sieg und zwei Niederlagen in die noch junge Saison. Für beide Mannschaften ist dies also bereits ein Duell, das die Weichen stellt. Für die Teckstädter ist es das Wiedersehen mit Ex-Trainer Frenkie Ignjatovic, der seit dieser Saison in Heidelberg das Sagen an der Seitenlinie hat. In der Vorbereitung mussten sich die Kirchheimer zweimal den Heidelbergern geschlagen geben, daher gibt es hier noch eine offene Rechnung für Kirchheims Korbjäger. Spielbeginn im Heidelberger Olympiastützpunkt ist um 17 Uhr.cs