Lokalsport

Blaue Tristesse an Gründonnerstag

Fußball-Bezirksliga Der VfL kommt beim abstiegsbedrohten TSV Berkheim nicht über ein 1:1 hinaus. Der Ausgleich für die Gastgeber fällt erst in der Nachspielzeit.

Von wegen leichtes Spiel: Simon Bosler (in weiß) und die VfL-Kicker haben sich in Berkheim sehr schwer getan. Foto: Carsten Ried
Von wegen leichtes Spiel: Simon Bosler (in weiß) und die VfL-Kicker haben sich in Berkheim sehr schwer getan. Foto: Carsten Riedl

Blaue Tristesse am Gründonnerstag: Durch ein mageres 1:1 bei Kellerkind TSV Berkheim hat der VfL Kirchheim im Aufstiegsrennen der Fußball-Bezirksliga einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Mit dem letzten Angriff der Nachspielzeit erzielte Berkheims Kapitän Florian Schneider per Sonntagsschuss den Ausgleich und entriss den in den weißen Auswärtstrikots angetretenen „Blauen“ drei sicher geglaubte Punkte.

Im Vergleich zu den Vorwochen waren die Kirchheimer weniger dominant und sahen doch lange Zeit wie der Sieger aus. Auf dem kleinen Berkheimer Kunstrasen waren spielerische Elemente kaum möglich. Beide Trainer setzten auf kampfstarke Spieler und richteten ihre Taktik nach dem Motto „hoch und weit bringt Sicherheit“ aus.

In der zehnten Minute hätte Sascha Foschi nach einer Flanke von Michael Schweizer die Kirchheimer Führung erzielen können. Er traf den Ball aber nicht richtig. Im ersten Abschnitt standen jedoch beide Abwehrreihen sicher, und klare Chancen waren nicht zu sehen. VfL-Kapitän Marcel Helber kam nach einer halben Stunde im Anschluss einer Ecke aus dem Rückraum zum Schuss, der aber von der vielbeinigen Berkheimer Abwehr geblockt wurde.

In der 47. Minute spielte Foschi dem von rechts einlaufenden Dominik Cseri den Ball in die Gasse. Sein beherzter Abschluss ließ Berkheims Torhüter Ziegele keine Chance und sorgte für die Kirchheimer Führung.

Berkheim war ausschließlich über Standardsituationen gefährlich. Die Gastgeber schlugen sämtliche Freistöße aus allen Lagen des Spielfeldes vor das Kirchheimer Tor. Was die Abwehr nicht verteidigen konnte, parierte Keeper Daniel Zirn teils herausragend.

Auf der anderen Seite hätte Kirchheim im Laufe der zweiten Halbzeit mehrmals das Spiel entscheiden können. Samuel Bosler traf mit einem Kunstschuss nach Hereingabe von Sascha Flegel nur die Latte. Einen Kopfball von Michael Rüttinger hielt Ziegele überragend. Ein weiterer Kopfball von Bosler sowie ein Schuss von Helber strichen jeweils nur um Haaresbreite am Querbalken vorbei.

Als schließlich die Gastgeber ihren letzten langen Ball in der ersten Minute der Nachspielzeit tief in die Kirchheimer Hälfte hineinschlugen, klärte zunächst der stark verteidigende Rüttinger, der am Donnerstag Geburtstag hatte, per Kopf. Im Anschluss schlug Schneiders Stunde. Er nahm den Ball aus gut und gerne 25 Metern volley, traf ihn perfekt, sodass dieser unhaltbar neben dem linken Pfosten zum viel umjubelten Ausgleich im Tor landete.mis

Spielstenogramm

TSV Berkheim: Ziegele - Schwarz, Martens (73. Breuning), Oliver Schneider, Plattenhardt - Florian Schneider, Alber (78. Deh), Dorer, Franken, Kober (83. Merz) - Ruoff

VfL Kirchheim: Zirn - Schuller, Rüttinger, Wahler - Elsässer, Helber, Cseri (63. Flegel), Webinger (75. Bosler), Mi. Schweizer - Foschi, Petzet

Tore: 0:1 Cseri (47.), 1:1 Florian Schneider (90.+1)

Gelbe Karten: Martens - Helber

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Vural Reis (Gruibingen)

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