Lokalsport

„Blaues Wunder“ im Lindachtal

Fußball-Bezirksliga Der VfL Kirchheim geht im Duell der Verfolger gegen torhungrige Neidlinger mit 1:5 unter.

Kontrastprogramm: Der VfL Kirchheim erwischte im Schlagerspiel der Bezirksliga gestern in Neidlingen einen rabenschwarzern Tag.F
Kontrastprogramm: Der VfL Kirchheim erwischte im Schlagerspiel der Bezirksliga gestern in Neidlingen einen rabenschwarzern Tag.Fotos: Carsten Riedl

Neidlingen. Fußballerische Frühlingsgefühle mitten im Herbst: Bezirksliga-Aufsteiger TV Neidlingen hat den VfL Kirchheim gestern mit einer völlig überraschenden 1:5-Niederlage nach Hause geschickt. Das hoch brisante Derby hielt den Erwartungen Stand und wurde, wenngleich nicht für alle Zuschauer gleichermaßen, zum echten Hingucker.

Mit einer guten Möglichkeit zu Beginn der Partie, startete der VfL vielversprechend ins Derby, doch die tief stehenden Hausherren ließen den Gästen mit zunehmender Spieldauer immer weniger Freiräume und überzeugten durch ein gefährliches Umschaltspiel. Dem TV Neidlingen war anzumerken, dass die Mannschaft ihre bisher eher mittelmäßige Heimbilanz auffrischen wollte. Dass dies gegen den Tabellenführer beeindruckend gelingen sollte, ahnte da freilich noch keiner. Drei perfekt herausgespielte Angriffe mit erfolgreichem Abschluss sorgten dann jedoch für eine ebenso überraschende wie respektable 3:0-Halbzeitführung.

Die mit viel Nachwuchs gespickte Kirchheimer Mannschaft war sichtlich beeindruckt und fand nicht zu ihrem gewohnten Spiel. Einzig der Anschlusstreffer aus 20 Metern in der 53. Minute nach einem erfolgreichen Konter war den Gästen vergönnt. Die Neidlinger dagegen wirkten effektiv und abgeklärt, fügten den Gästen durch zwei weitere Treffer eine bittere, zumal etwas zu hoch ausgefallene Niederlage zu.

Steffen Kuch, der Torschütze zum 5:1: „Wir waren bereit, wir wollten unbedingt, und das hat letztlich den Unterschied ausgemacht.“ VfL-Trainer Markus Schweizer meinte: „Die Kaltschnäuzigkeit der Neidlinger war enorm, uns hat oft der letzte, entscheidende Pass gefehlt.“ Schweizer bleibt Realist: „Wir haben viele junge Spieler mit großem Potenzial in der Mannschaft, deshalb funktioniert eben noch nicht alles einwandfrei.“rk

Spielstenogramm

TV Neidlingen: Gienger, H. Kölle, Class, Hepperle (56. Kirschmann), Mohoric, Sorwat (66. Heilemann), S. Kuch, P. Kölle, Latzko, Kaiser (73. Mezger), Pflüger (83. Demirtas)

VfL Kirchheim: Schweiger, Wahler, Hechler (62. Rüttinger), Herthneck, Elsässer, Webinger (74. Bitone), Bosler, Helber, Srsa (81. Schuller), Herrmann, Celik (56. Weise)

Tore: 1:0 P. Kölle (24.), 2:0 Kaiser (26.), 3:0 Latzko (44.), 3:1 Srsa (52.), 4:1 P. Kölle (79.), 5:1 S. Kuch (89.)

Gelbe Karten: Hepperle, Demirtas - Herthneck

Zuschauer: 480

Schiedsrichter: Hannes Zorn (Gerstetten)

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