Lokalsport

„Blue-Man-Group“ mit Dame

Ehrenamt Bei den VfL-Handballern führt an der sechsköpfigen Familie Hamann um Abteilungsleiter Uwe kein Weg vorbei.

Der Handball lässt sie, sie lassen den Handball nicht mehr los: Die Hamann-Familie. Von links: Lars, Michel, Uwe, Claudia, Tim u
Der Handball lässt sie, sie lassen den Handball nicht mehr los: Die Hamann-Familie. Von links: Lars, Michel, Uwe, Claudia, Tim und Jan Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Fünf Männer und eine Dame - das ist das Hamann-Sextett aus Kirchheim. Nein, keine Nachkommen jener Gesangsgruppe, die vor über 100 Jahren mit deutschem Liedgut auf Schellackplatten Karriere machte, sondern das personifizierte Ehrenamt bei den VfL-Handballern. „Wir können nicht singen. Deshalb haben wir uns dem Handball verschrieben“, sagt Uwe Hamann mit einem verschmitzten Lächeln.

Der 47-Jährige ist der Chef der VfL-Landesliga-Handballer und Co-Trainer von Engelbert Eisenbeil. Wenn Not am Mann ist, hilft er gelegentlich in der zweiten Mannschaft der Blauhemden aus. Sohn Tim (21) macht sich in beiden Teams nützlich und trainiert die C-Jugend. Michel (18) zählt zum Stamm der „Zweiten“, schnuppert aber auch schon an der ersten Mannschaft. Lars (17) pendelt zwischen der Zweiten und der A-Jugend. Filius Jan (15) spielt in der B-Jugend, ist Kinder-Spielleiter und schult sich zum Schiedsrichter. Die Seele der „Blue-Man-Group“ ist Mutter Claudia, die nicht nur zu Hause der Boss ist. Sie kümmert sich auch um die Handball-Minis im Verein und organisiert Ausflüge mit dem Nachwuchs, wie unlängst nach Ungarn.

Am kommenden Samstag wird es ernst für den Aufsteiger aus Kirchheim - Saisonpremiere gegen Bad Saulgau in der Landesliga in der heimischen Walter-Jacob-Halle. Die gelungene Generalprobe kürzlich im Verbandspokal gegen den höherklassigen TSV Heiningen hat nicht nur beim Hamann-Sextett die Hoffnungen auf eine Runde ohne Abstiegssorgen geweckt.Klaus Schlütter

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