Lokalsport

Breite Brust unterm grünen Trikot

Fußball-Kreisliga A Der SV Nabern geht mit dem Selbstvertrauen der letztjährigen Aufholjagd im Abstiegskampf in die neue Saison und peilt dort eine Top-Fünf-Platzierung an. Von Max Pradler

So bejubelten die Naberner vor rund zwei Monaten den Last-Minute-Klassenerhalt. Das daraus gewonnene Selbstbewusstsein will die
So bejubelten die Naberner vor rund zwei Monaten den Last-Minute-Klassenerhalt. Das daraus gewonnene Selbstbewusstsein will die Mannschaft vom Oberen Wasen möglichst mit in die neue Saison nehmen. Foto: Markus Brändli

Könnte man die Uhr um ein halbes Jahr zurückdrehen, würde wohl niemand damit rechnen, dass der SV Nabern auch in dieser Spielzeit in der Kreisliga A an den Start geht. Zur Winterpause lag das Team von Trainer Marcel Geismann mit gerade einmal vier Zählern abgeschlagen am Tabellenende. Erst eine furiose Aufholjagd in der Rückrunde ermöglichte den Nabernern bekanntlich die fünfte Kreisliga-A-Saison in Folge, die nun allerdings von vornherein anders ablaufen soll.

„Das vergangene Jahr hat uns als Mannschaft enorm geprägt und zusammengeschweißt. Deshalb sehe ich uns deutlich stärker als im Vorjahr“, sagt SVN-Torjäger Robin Beck. Weil die Geismann-Elf in der Rückrundentabelle auf Platz drei stand und die Liga ordentlich aufmischte, gehen die Grünhemden mit breiter Brust in die neue Runde: „Wir sind sehr motiviert und haben Rückenwind. Wir wollen unter die ersten fünf“, sagt Beck.

Der erste Schritt für dieses Vorhaben steht am Sonntag im Auswärtsspiel beim AC Catania Kirchheim bevor. Die Gastgeber müssen sowohl den Abgang von Trainer Michel Forzano als auch den von ein paar Leistungsträgern kompensieren. Ein schwieriges Vorhaben, denn vor allem der von Forzano geforderte offensive Spielstil prägte die Catanesi über Jahre. „Catania muss sich erst wieder finden, aber wir dürfen sie nicht unterschätzen. Aber wenn wir so weitermachen wie zurzeit, bin ich davon überzeugt, dass wir gewinnen und gut in die Runde starten“, sagt Naberns Robin Beck.

Ähnlich knapp dem Abstieg in die Kreisliga B entgangen ist vergangene Saison der TSV Jesingen. Auch aktuell stehen die „Gerstenklopfer“ vor einer großen Hürde, schließlich verließen mit Tiago Santos Araujo, Christian Dangel und Patrick Ott gleich drei Leistungsträger den Verein. Spielertrainer Gaetano Caruana sieht darin allerdings keinen Nachteil: „Das birgt auch wieder die Möglichkeit, neue Kräfte einzubauen, die sich ebenfalls zu Leistungsträgern entwickeln können. Ich sehe auf jeden Fall noch viel Potenzial in der Mannschaft.“

Zum Saisonauftakt muss das Team von den Lehenäckern beim TSV Oberboihingen antreten. Zumindest auf dem Papier gelten die Jesinger dabei als Außenseiter. „Ich denke aber, das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Wir sind in der Lage, zu gewinnen, aber mit einem Remis wäre ich ebenso zufrieden“, hofft Caruana.

Der TV Unterlenningen hat bereits vor dem Saisonauftakt mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen. Denn mit Julian Deusch­le, Max Knöfel, Julian Kunzmann, Timo Stümpflen, Robin Bach, Kai Länge und Yannik Schumacher fehlen gegen den TSV Altdorf gleich sieben Spieler. Hinzu kommen die angeschlagenen Benjamin Holder und Dennis Schröder, deren Einsatz sich erst kurzfristig entscheidet. „Am Anfang der Vorbereitung hatte ich alle Mann an Bord, aber in den vergangenen drei Wochen lief es alles andere als befriedigend“, ärgert sich TVU-Trainer Klaus Müller. Dabei war den Unterlenningern im Vorfeld der Saison wichtig, nicht von Anfang an in den Abstiegsstrudel zu geraten. „Das wird jetzt natürlich umso schwieriger, weil wir Zeit brauchen. Wenn alle da sind, haben wir aber eine sehr schlagkräftige Mannschaft“, sagt Müller.

Den härtesten Brocken vor der Brust hat hingegen Aufsteiger TSV Ötlingen: Die Mannschaft von Trainer Benedetto Savoca ist beim Meisterschaftsfavoriten TSV Grafenberg zu Gast.

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