Lokalsport

Brück vor Wechsel? Gerücheteküche in Weilheim brodelt

Fußball TSVW-Neuzugang soll angeblich seine Rückkehr zum SV Göppingen planen

Weilheim. Er gilt als Weilheimer Königstransfer der vergangenen Wechselperiode. Allrounder Domenic Brück (27), einer der Fußball-Helden des SV Göppingen beim Oberliga-Aufstieg im Frühsommer, ist ein zentraler Spieler im System des Weilheimer Trainers Christopher Eisenhardt. „Wir wollen deshalb noch vor dem Winter mit ihm über eine Vertragsverlängerung sprechen“, beteuert Eisenhardt, konfrontiert mit den aktuellen Spekulationen. „Domenic hat bei uns für diese Saison zugesagt. Doch mir wäre es natürlich am liebsten, wenn er noch länger bei uns bliebe.“

Ob des Trainers Wunsch erfüllt wird? Weilheims Sportlicher Leiter Günther Friess bleibt demonstrativ gelassen. „Alles nur Spekulationen, mir ist nichts Konkretes bezüglich eines Brück-Wechsels zurück nach Göppingen bekannt.“

Gesprächsstoff liefert jenes Gerücht allemal, zum Unruhestifter taugt es offenbar (noch) nicht. Zumal die Weilheimer Konzentration aktuell anderen Dingen gilt. Der 1:1-Schocktreffer des TSV Köngen Sekunden vor dem Schlusspfiff am vergangenen Sonntag im Lindachstadion, hat bei Eisenhardt und Co. Spuren hinterlassen. „Dieses Spiel hat uns gezeigt, wie ausgeglichen die Landesliga ist“, sagt der Weilheimer Coach, „zum anderen beweist es, dass man sich in den Spielen keine Fehler und Nachlässigkeit erlauben darf.“

Doch die Rettung naht: Die in dieser Runde bislang erstaunlich heimschwachen Weilheimer spielen übermorgen auswärts – und das ist auch gut so. „Wenigstens sind wir aktuell in der Auswärtstabelle Spitzenreiter, das ist ja schon einmal was“, scherzt Eisenhardt, angesichts der führenden Position in der Wertung der Partien auf gegnerischem Gelände.

In Hofherrnweiler verteidigt der TSV Weilheim somit zumindest in dieser Spezialwertung Tabellenplatz eins. Eine knifflige Aufgabe wird es wohl trotzdem, weil die TSG nach Meinung Eisenhardts „stärker ist, als der aktuelle Tabellenplatz zehn aussagt“. Auf dem Sportplatz im Bohnensträßle zu Hofherrnweiler ist gegen die Gastgeber allerdings durchaus Kraut gewachsen. Erst zwei der fünf Heimpartien haben die TSG-Kicker in dieser Runde gewonnen. Beim Ostalb-Klub tummelt sich mit Mischa Welm ein ehemaliger Teamkollege Eisenhardts. Der heutige TSG-Co-Trainer kam im Winter 2010/11 von der SpVgg Weiden zum Oberligisten VfL Kirchheim, war folglich einer derjenigen, die heute vereinshistorisch gesehen als die vorerst letzten Oberliga-Fußballer des VfL gelten.

Christopher Eisenhardt muss in Hofherrnweiler derweil auf Can Kanarya (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Rund ein halbes Dutzend weiterer Akteure fällt verletzungsbedingt aus, wobei sich bei Abwehrspieler Christoph Bauer der Genesungsprozess länger hinzieht als gedacht. Wenn am Sonntag um 15 Uhr Schiedsrichter Özgür Tan das Match anpfeift, wird erneut eine zentrale Frage dieser Saison gestellt: Gelingt es den Weilheimern erneut, auf fremdem Geläuf verlorenes Terrain gutzumachen? „Es wird funktionieren, wenn wir unsere Chancen konsequent nutzen“, zeigt sich Günther Friess vorsichtig optimistisch.Reimund Elbe

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