Lokalsport

Catania schielt Richtung Relegation

Kreisligafußball Nach fünf Siegen in Folge haben sich Kirchheims Italo-Kicker wieder im Kampf um den zweiten Tabellenplatz zurückgemeldet. Von Walter Rau

Freude in fuchsia: Benjamin Sigel (li.) und Daniele Attorre bejubeln den Sieg ihrer Catanesi gegen den TSV Oberboihingen. Foto:
Freude in fuchsia: Benjamin Sigel (li.) und Daniele Attorre bejubeln den Sieg ihrer Catanesi gegen den TSV Oberboihingen. Foto: Markus Brändli

Beim AC Catania Kirchheim läuft es in der Kreisliga A, Staffel zwei, derzeit wie am Schnürchen. Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des bereits frühzeitig fest stehenden Wechsels von Trainer Michel Forzano zum VfL, gewannen die Catanesi die letzten fünf Partien in Folge. Jüngstes Opfer war beim 5:3-Heimsieg der viertplatzierte TSV Oberboihingen, den der AC somit auf zwölf Punkte distanzierte. Federführend war wieder einmal Torjäger Daniele Attorre mit zwei Treffern (14 Tore in den letzten fünf Spielen).

„In der Offensive gewohnt stark, in der Defensive etwas anfällig. Wir greifen aber nochmals vorne an und haben zumindest Platz zwei in der eigenen Hand, wenn wir die restlichen Spiele gewinnen“, erklärt AC-Abteilungsleiter Christian Köhler. Am drittletzten Spieltag trifft seine Mannschaft auf Grafenberg, und am letzten Spieltag auf Primus Dettingen. Köhler wünscht sich für den scheidenden Forzano, der in der kommenden Spielzeit beim VfL seine Kickstiefel nur noch im Notfall schnüren will, einen schönen Abschied mit zumindest zwei Relegationsspielen. „Vielleicht schaffen wir es ja noch seine aktive Karriere um zwei Spiele zu verlängern“, meint Köhler augenzwinkernd.

Einen Nachfolger für Forzano haben die Italo-Kirchheimer bereits gefunden. Gestern Abend sollte der Deal eingetütet werden. Den Namen wollte Köhler freilich noch nicht verraten. „Es ist ein Trainer aus der Region. Wir werden es nächste Woche kommunizieren, wenn er auch seinen momentanen Verein informiert hat.“ Trotz der Abgänge von Jonathan Willig und Benjamin Sigel zum VfL wird der AC Catania nicht auseinander fallen. „Wir haben bereits viele Zusagen und wer weiß, vielleicht gelingt uns ja der Traum, nächste Saison gegen unseren alten Trainer zu spielen“, so Köhler.

Naberner bleiben demütig

Träumen ist bei A-Ligist SV Nabern zwar (noch) verboten. Aber mit 13 Zählern aus den letzten fünf Spielen und dem gestrigen 4:1-Triumph in Grötzingen kämpfen sich die Schützlinge von Marcel Geißmann allmählich nach vorne. Mit vier Punkten nach der Vorrunde bereits abgeschrieben, scheint der Klassenerhalt bei fünf Zählern Rückstand in acht Spielen zumindest nicht mehr unrealistisch. „Wir bleiben aber demütig und schauen von Spiel zu Spiel. Unser Selbstvertrauen und der Mut wächst, die Hoffnung wird größer“, analysiert Naberns Abteilungsleiter Michael Dangel das (Stimmungs-)Hoch. „Jetzt freuen wir uns auf das nächste Endspiel gegen eine weiteren direkten Konkurrenten am kommenden Donnerstag gegen Weilheim. Die Jungs brennen und würden am liebsten schon morgen spielen.“

Die Daumen drücken die Naberner parallel dem TSV Neckartailfingen in der Bezirksliga. Sollte die Karatailidis-Elf den Klassenerhalt schaffen, gäbe es in der A2 einen Absteiger weniger.

Dies wäre auch ganz im Sinne des TSV Jesingen, der es ein weiteres Mal verpasste sich vorentscheidend Luft nach hinten zu verschaffen. Nutznießer dieses Mal war der nächste Naberner Gegner, TSV Weilheim II, der mit 3:2 in den Lehenäckern gewann. „Noch sind wir über dem Strich, aber es bleibt eng. Das Team zieht trotzdem voll mit und ich bin optimistisch, dass wir es schaffen werden“, sagt Jesingens Vorsitzender Holger Dworak. „Mit dem Trainerteam Haußmann und Caruana sind alle Weichen für die Zukunft gestellt, auch wenn es vermutlich bis zum Schluss spannend bleibt“, ergänzt Abteilungsleiter Peter Martsch.

In der Kreisliga B, Staffel sechs, gab es einen überraschenden Wechsel an der Tabellenspitze. Während Ötlingen sich mit einem 10:2-Schützenfest bei der TG Kirchheim schadlos hielt und damit auch in Sachen Torverhältnis an Beuren vorbeizog, leistete sich der bisherige Primus zuhause einen 1:1-Ausrutscher gegen die SG Reudern/Oberensingen III.

Für Ötlingens Trainer Benedetto Savoca kam die frohe Kunde aus dem Lettenwäldle unerwartet. „Wir freuen uns, dass Beuren was liegen gelassen hat. Aber das sollte auch für uns eine Warnung sein. Wir gehen jetzt in die entscheidende Phase der Saison und der lange Atem zählt am Ende“, betont Savoca. Zumal für die Rübholz-Kicker jetzt in Folge schwere Spiele gegen Jesingen, Oberlenningen, Dettingen und Beuren anstehen.

Die TG Kirchheim kassierte mit dem 2:10 bereits die dritte Klatsche in Serie und versucht nach einer noch tollen Vorrunde trotz aller Probleme die Saison würdig zu Ende zu spielen. Auf den neuen Trainer Tim Lämmle wartet viel Arbeit und ein Neuaufbau.

Faire Geste von Naberns Nezaj

Die Fairplay-Aktion des Spieltages ereignete sich bei der Partie zwischen den Reserveteams der SGEH und Nabern. Beim Stand von 0:0 erzielten die Gäste das 1:0. Nachdem Naberns Argient Nezaj dem Referee erklärt hatte, dass der Ball zuvor bereits im Seitenaus war, ging es beim Stand von 0:0 weiter. Nabern behielt am Ende trotzdem mit 2:0 die Oberhand.wr

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