Lokalsport

Celje nimmt Revanche

Handball: Slowenischer Rekordmeister schlägt TV Bittenfeld in Weilheim

Rund 200 Zuschauer haben am Mittwochabend in Weilheim das Handballtestspiel zwischen Zweitligist TV Bittenfeld und dem slowenischen Champions-League-Teilnehmer RK Celje Pivovarna Lasko verfolgt. Nach einer sehenswerten Partie wies der slowenische Rekordmeister die Bittenfelder deutlich mit 34:21 (20:9) in die Schranken.

Kein Durchkommen: Die Bittenfelder bissen sich gegen Celje oftmals die Zähne aus. Foto: Markus Brändli
Kein Durchkommen: Die Bittenfelder bissen sich gegen Celje oftmals die Zähne aus. Foto: Markus Brändli

Weilheim. Die Partie in der Weilheimer Lindachsporthalle war die Neuauflage des Kempa-Cup-Matches zwischen beiden Teams vom vergangenen Samstag in Sindelfingen. Nachdem dort die Bittenfelder mit 27:25 die Nase vorn gehabt hatten, wollten die Slowenen nun in Weilheim Wiedergutmachung – mit Erfolg.

Aus einer sicheren Defensive heraus gaben die slowenischen Gäste von Beginn an den Takt vor. Der TV Bittenfeld wirkte teilweise müde, fand kaum Mittel, um Torhüter Urban Lesjak zu überwinden. Dieser griff sich oftmals leichte Bälle und fand seine Abnehmer in den pfeilschnellen Flügelspielern des Champions-League-Teilnehmers. Die Bittenfelder hatten schnell das Nachsehen. Über 3:5 und 6:9 verlor der Zweitligist den Anschluss und kassierte nach 23 Minuten gar das 6:16. Auffälligster Akteur bei den Gästen in den ersten 30 Minuten war Luka Žvižej.

Der erste Treffer der zweiten Hälfte gehörte dann dem TV Bittenfeld, jedoch konnten die Slowenen personell aus dem Vollen schöpfen und rannten dem TVB zum 26:10 davon. Einzig Neuzugang Djibril M‘Benge überzeugte auf Halbrechts und war mit sechs Toren am Ende auch bester Werfer der Bittenfelder. Doch auch er konnte die 21:34-Niederlage nicht mehr verhindern.

Nach der geglückten Revanche zeigte sich Celjes Trainer Vladen Matic insgesamt sehr zufrieden mit der Vorbereitung und dem Trip nach Deutschland. Marketing-Chef Miha Pantelic steckte bereits vor der Partie ehrgeizige Ziele für die kommende Spielzeit: „Wir haben in der vergangenen Saison bereits den THW Kiel und den HSV Hamburg schlagen können. Auch jetzt wollen wir für die eine oder andere Überraschung sorgen.“

Bittenfelds Trainer Jürgen Schweikardt zog verständlicherweise ein nüchternes Fazit aus der Partie, nannte allerdings die momentan sehr hohe Belastung in der Vorbereitungshochphase als Grund für die deutliche Niederlage: „Wir haben ein anstrengendes Turnier am Wochenende hinter uns und sind in den letzten beiden Tagen im Training auch nicht kürzergetreten.“

Dem deutlichen Ergebnis zum Trotz bekamen die rund 200 Zuschauer eine unterhaltsame Partie zu sehen. Freilich hätte man sich beim Veranstalter ein paar Besucher mehr gewünscht, aber bei gutem Wetter in den Sommerferien war unter der Woche vielleicht auch nicht mehr Resonanz zu erwarten.tk

RK Celje: Lesjak, Skok – Blagotinsek (4), Mlakar (3), Marguc (4), Rok (1), Janc (2), Razqor (1), Ranevski (3), Skube (2), Poteko (1), Sliskovic (3), Cavor, Zelenovic (1), Potocnik, Zabic, Lehaj (2), Žvižej (7)

 

TV Bittenfeld: Müller – Schimmelbauer (3), Schmidl, Pabst, Friedrich, Schöbinger (1), Heib (2), Weiß (3), Schweikardt (3), Mbengue (6), Jungwirth, Baumgarten (2), Sdunek, Seiz (1), Wehner

Zuschauer: 200

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