Lokalsport

Chancenlos in Straubenhardt

VfL-Turner kassieren im Drittligaduell gegen TT Kieselbronn/Iffezheim eine 15:44-Niederlage

Das Turn-Team Kieselbronn/Iffezheim war zu stark für den VfL – die Niederlage fiel mit 15:44 deutlich aus. Die Kirchheimer Drittligaturner waren bei dem im Turn-Mekka Straubenhardt ausgetragenen Wettkampf zwar gut in Form, gegen einen aktuellen usbekischen WM-Teilnehmer und einen ehemaligen deutschen Nationalturner im Team der Gegner letztendlich aber ohne Chance.

VfL-Turner Henning Weise hielt an den Ringen seinen Gegner mit einer sauberen Übung in Schach.Foto: Heiko Paul
VfL-Turner Henning Weise hielt an den Ringen seinen Gegner mit einer sauberen Übung in Schach.Foto: Heiko Paul

Straubenhardt. Zum ersten Mal in dieser Saison ging das Turn-Team Kieselbronn/Iffezheim in Bestbesetzung an die Geräte. Pech für die VfL-Turner, dass die Turn-Weltmeisterschaft bereits vorbei ist – mit Eduard Shaulov stand ein WM-Teilnehmer für Usbekistan und Medaillengewinner bei den Asien-Spielen in der Mannschaft des Gastgebers. Weil auch Steve Woitalla, ehemaliger deutscher Nationalturner, nach langer Verletzungspause beim Turn-Team immer besser in Schwung kommt, waren die Chancen für die Kirchheimer, aus Straubenhardt Punkte zu entführen, minimal.

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Am Boden, an sich eine Kirchheimer Paradedisziplin, zeigte Kieselbronn gleich, wo der Hammer hängt. Julian Hausch, Marcus Bay und Manuel Hofmann hatten es trotz sauber vorgetragenen Übungen schwer, ihre Gegner zu halten. Simon Paul riskierte gegen Steve Woitalla viel und stürzte bei seiner letzten Bahn. Damit hatte das Turn-Team gleich die Gerätewertung mit 11:0-Scorepunkten für sich entschieden.

Am Pauschenpferd hingegen gelang es den VfL-Turnern, der Heimmannschaft Paroli zu bieten. Das Quartett Julian Hausch, Marcus Bay, Manuel Hofmann und Simon Paul sammelten fünf, ihre Gegner nur vier Score-Punkte.

Ein weiterer Erfolg dann an den Ringen. Waldemar Guillard unterlag knapp, Henning Weise gelang ein Unentschieden, Julian Hausch holte mit seiner schwungvollen Ringeübung gegen Eduard Shaulov drei Punkte und Marcus Bay stand dem mit vier gewonnenen Score-Punkten nicht nach. 7:3 Punkte für den VfL an diesem Gerät – sollte sich das Blatt doch noch wenden?

Nach der obligatorischen Pause zur Mitte des Wettkampfs war die Heimmannschaft am Sprung präsenter: Mit 9:1 ging die Wertung an Kieselbronn/Iffezheim, der Wettkampf war damit nahezu entschieden. Am Barren ging es ähnlich weiter. Gut agierende Kirchheimer, die für den einen oder anderen Score-Punkt gut waren – Julian Hausch erturnte zwei gegen Steve Woitalla – aber acht gab es für das Turn-Team. Dass die Kirchheimer Stärke in dieser Saison nicht am Reck liegt, zeigte auch dieser Wettkampf. Neun Punkte für Kieselbronn/Iffezheim, null hingegen für die VfL-Turner.

298,90 Wettkampf-Punkte hat Kieselbronn/Iffezheim bei dieser Begegnung erturnt, eine in der dritten Liga ausgezeichnete Leistung. In dieser Konstellation hätte das TT auch die beiden Spitzenteams TSV Pfuhl und KTV Ries in Nöte bringen können. 288,35 Punkte sammelten die VfL-Turner, was zwar respektabel ist, aber für den Kampf um die Tabellenspitze nicht ausreicht.

Die Kirchheimer sind jetzt auf den fünften Platz abgerutscht, noch hinter die TG Hanauerland. Ungeschlagen an der Spitze liegt der TSV Pfuhl vor der KTV Ries und dem Turn-Team Hanauerland. Dessen Formanstieg kommt wohl zu spät, um noch in den Kampf um die Aufstiegsplätze einzugreifen. Die VfL-Turner empfangen am Samstag um 16 Uhr in der Raunersporthalle in Kirchheim den Tabellenführer aus Pfuhl.