Lokalsport

Corvette-Attacke ohne Folgen

Bei der Langstrecken-WM wird Wolf Henzler zum zweiten Mal Vierter

Beim zweiten Lauf zur FIA-World Endurance Challenge (WEC), der Langstreckenweltmeisterschaft für Sportwagen, erreichte Porsche-Werkspilot Wolf Henzler erneut Platz vier.

Aus der Vogelperspektive: Fahrerwechsel beim  Henzler-Team.Foto: Porsche AG
Aus der Vogelperspektive: Fahrerwechsel beim Henzler-Team.Foto: Porsche AG

Spa. Wolf Henzler, der auf einem Porsche 911 RSR für das KCMG-Proton-Team zusammen mit Christian Ried und Joel Camathias das Sechs-Stunden-Rennen bestritt, erreichte erneut den vierten Platz in der Klasse der LMGTE-Am Fahrzeuge.

Der zweite Lauf zur Langstreckenweltmeisterschaft 2016 fand in den belgischen Ardennen auf der Berg- und Talrennstrecke von Spa-Franchorchamps statt. Für Henzler eine Strecke, die er schon immer mochte. Sommerliche Temperaturen und herrlichster Sonnenschein begleiteten bereits das vorangestellte Training, in dem sich das Trio Henzler/Camathias/Ried im Mittelfeld platzierte. Im Qualifying reichte es letztendlich zum fünften Startplatz, mit einem Rückstand von knapp drei Sekunden auf die Polesetter Pedro Lamy/ Matthias Lauda/Paul Dalla Lana im Aston Martin Vantage V8.

„Wir haben nach dem Qualifying für das Rennen noch etwas an der Balance des 911 RSR geändert. Das hat sich positiv ausgewirkt“, erklärte Henzler, der den Start des Rennens übernahm und auch den Stint am Ende. „Es war weitgehend ein ereignisloses Rennen“, kommentierte Henzler im Nachgang. Die Piloten wurden turnusgemäß anlässlich von Tankstopps gewechselt und der Schwabe übernahm den Schlussturn der Sechs-Stunden-Hatz in Belgien. Sein härtester Rivale in dieser Rennphase: Der Chevrolet C7-Z06 Corvette von Yutaka Yamagishi, Pierre ­Ragues und Paolo Ruberti, der plötzlich vor dem Porsche-Boliden lag.

Doch ein Schwabe wie Henzler wirft die Flinte nicht so schnell ins Korn. Er startete eine recht furiose Aufholjagd nach der Corvette, deren Schlusspilot den Braten roch und sich bei jeder Überhol-Attacke gekonnt breit machte und Henzler schließlich von der Strecke rempelte. „Gott sei Dank hatten wir nach hinten noch etwas Luft, sodass ich den vierten Platz noch heimfahren konnte. Ich denke, wir haben uns heute ganz gut geschlagen“, betonte der Nürtinger.

Am kommenden Wochenende startet er bei der europäischen Le-Mans-Serie ELMS im italienischen Imola. Seine Rennpartner im Proton-Team sind Mike Hedlund und Robert Renauer.

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