Lokalsport
Das Abkassieren hat ein Ende

Fußball Beim Kreisliga-A-Duell der zuletzt erfolgreichen SGEH und des AC Catania steht die jeweilige Serie zur Disposition. Die SF Dettingen plagen Personalsorgen. Von Reimund Elbe

Die Empfehlung für diese Partie lässt sich aus der Statistik ableiten: Wenn am Sonntag im Hardtwaldstadion Bezirksliga-Absteiger SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang auf Kreisliga-A-Emporkömmling AC Catania Kirchheim trifft, wird auf jeden Fall für eine Partei das volle Abkassieren an der Punktebörse ein Ende finden.

Drei Dreier am Stück hat die gastgebende SGEH aktuell zu bieten, der Widerpart aus der Teckstadt gar deren fünf. Nicht nur deshalb steht ein Match mit Besonderheiten bevor, könnte die personelle Lage vor dem Duell doch unterschiedlicher kaum sein. „Ich gehöre nicht zu denen, die schnell jammern“, betont Sportgemeinschaft-Trainer Dirk Wüllbier, doch die aktuelle personelle Lage sei „schon schwierig“. Deshalb greife auf der Alb Plan B, der die Anfrage bei altgedienten Fahrensmännern vorsieht. Spontan haben diesmal unter anderem Dennis Weger und Steffen Laderer ihr Kommen auf den Sportplatz signalisiert, inklusive Bereithalten auf der Ersatzbank. Falls sich die Personalsituation bis Sonntag nicht entspannen sollte, wäre laut Dirk Wüllbier sogar ein eigener Start­elfeinsatz denkbar. Der Ex-Profi gibt den Pragmatiker: „Wir machen eben das Beste daraus.“

Das Kontrastprogramm liefert der Gegner. „Bis auf einen Langzeitverletzten sind alle fit“, berichtet Catania-Coach Cosimo Attorre, für den die Partie keine wie jede andere darstellt. Die SGEH sei für ihn neben dem AC Catania ein „zweiter Heimatverein“. Fünf Jahre habe er dort insgesamt gekickt, unter anderem einen Aufstieg von der Kreisliga A in die Bezirksliga miterlebt. „Tolle Zuschauer, immer eine tolle Mannschaft“, urteilt Attore. Bei Besuchen würde er zudem „immer herzlich empfangen“. Was das morgige Spiel betrifft, hat der AC-Trainer dagegen klare Vorstellungen. Dann ruhe die Freundschaft, denn „wir wollen definitiv bei der SGEH etwas Zählbares holen“. Es gehe auch darum, den jüngsten Positivtrend zu erhalten.

Die SF Dettingen gehören zu jener Verfolgergruppe, die sich hinter Tabellenführer Türkspor Nürtingen einsortiert hat. Wie bei der SGEH und dem ACC hat dies mit einem jüngsten Positivtrend zu tun: Von den vergangenen sieben Partien haben die Sportfreunde lediglich ein Match (1:2 bei Türk­spor) verloren. „Wir sind zwar im Soll“, merkt Spielertrainer Nebih Kadrija an, doch ihn ärgere, dass ausgerechnet nun die Personaldecke immer dünner werde. Der kickende Coach führt derzeit selbst die Verletztenliste an, weitere Erkrankte oder Angeschlagene (unter anderem Christoph Bauknecht, Gabriele Rizzo und Robin Spranz) verschärften das Problem. Kadrija vertritt vor der Partie bei der SGM Höllbach denselben pragmatischen Ansatz wie SGEH-Coach Dirk Wüllbier. Es gelte auch für die SF Dettingen, „das Beste aus der Situation zu machen“. Nebih Kadrija findet übrigens nicht, dass die furios gestarteten Höllbacher in eine Schwächephase abdriften: „Sie haben in den vergangenen Partien zwar verloren, jedoch gegen starke Gegner.“

Für den SV Nabern beginnt mit der Partie bei Aufsteiger FC Frickenhausen II die Phase der Neusortierung. Nach dem Fall aus der oberen Tabellenregion bietet das Match die Option, die Wende einzuleiten. Frickenhausens Coach Ayhan Mutlu hat etwas dagegen. „Wir wollen nach unserem Sieg in Linsenhofen nachlegen und das Punktekonto von sechs auf neun verbessern“, lautet dessen Vorgabe, Favorit sei allerdings der SV Nabern. Der FCF muss unter anderem aus Verletzungsgründen auf den landesligaerfahrenen Nico Spreitzer, Siegtorschütze beim 2:1 in Linsenhofen, verzichten. Welche Akteure aus dem Landesligakader zur Verfügung stehen, hänge laut Mutlu vom Spiel der „Ersten“ tags zuvor gegen den FC Heiningen ab.