Lokalsport

Das Beste zum Schluss

Mountainbike: Manuel Fumic als Siebter beim Worldcup in Andorra erstmals in den Top Ten

Späte Erlösung: Manuel Fumic wird beim Worldcup-Finale in Andorra Siebter. Christian Pfäffle belegt Platz 42, Luca Schwarzbauer wird 25. der U23.

Ein erlösender Moment: Manuel Fumic genießt die Zieleinfahrt in Vallnord und den Zuspruch der Fans.Foto: Armin Küstenbrück
Ein erlösender Moment: Manuel Fumic genießt die Zieleinfahrt in Vallnord und den Zuspruch der Fans.Foto: Armin Küstenbrück

Vallnord. Die Vorzeichen im Bikepark in Vallnord waren auch diesmal nicht optimal für Manuel Fumic. Aus der dritten Startreihe kommend war der Weg nach vorne erst einmal verbaut. Nach einer Runde standen so bereits 45 Sekunden Rückstand auf den führenden Tschechen Ondrej Cink auf der Messtafel. Fumic versuchte trotzdem, seine Aufholjagd dosiert zu gestalten. Nach zwei Runden lag er an 19. Stelle und hatte bereits 1:01 Minuten Differenz. „Hier in der Höhe kann man schnell überzocken“, sagt Fumic. „Ich wusste, das, was ich in den ersten beiden Runden an Körnern vergeude, wird mir am Ende fehlen.“

Ab der dritten Runde war der Kirchheimer dann genauso schnell unterwegs wie der Franzose Julien Absalon und Weltmeister Nino Schurter (Schweiz), die bei der Verfolgung von Cink an zweiter und dritter Stelle lagen. Und das, obwohl er hinten ständig in Positionskämpfe verstrickt war. Mit konstanten Rundenzeiten kletterte der 34-Jährige Platz um Platz nach vorne, und in der sechsten von sieben Runden schien sogar ein Top-Fünf-Ergebnis in Reichweite.

Ab der fünften Runde war der Schweizer Martin Fanger an Fumics Hinterrad, und es fehlten nur noch 30 Sekunden auf Platz fünf und somit einen Podiumsplatz. Beide verkürzten ihren Rückstand auf 20 Sekunden, doch es sollte nicht mehr reichen. Dass ihm Fanger Platz sechs noch wegschnappte, hatte er sich selbst zuzuschreiben. Fumic fuhr zu nah an der Bande und blieb auf der Kuppe ganz kurz an einem Absperrgitter hängen. Eine Sekunde, die der Schweizer nutzte, um vorbeizuziehen. Fanger wurde mit 1:16 Minuten Rückstand Sechster, Fumic rollte 14 Sekunden dahinter als Siebter ins Ziel und zog ein positives Fazit.

„Ich denke, ich bin ein kluges Rennen gefahren. Ab Runde zwei konnte ich immer mehr aufdrehen. Was mich aufgehalten hat, waren Konkurrenten in den technischen Passagen.“ Für den Kirchheimer ein Happy End nach einer verkorksten Saison. Jetzt blicke er zuversichtlich in Richtung 2017, sagt er. In der Weltcup-Gesamtwertung belegte er am Ende den 19. Platz. Julien Absalon holte sich mit seinem 33. Weltcup-Sieg seinen siebten Gesamtsieg. Olympiasieger Nino Schurter musste Absalon und Cink (2, +0:43) nach einem Hinterraddefekt in Runde fünf ziehen lassen.

Der Neuffener Christian Pfäffle hatte Pech, dass sich in der Startphase auf seiner Seite ein Sturz ereignete. So wurde er ganz ans Ende des Feldes zurückgeworfen und belegte im Ziel Platz 42. „Als ich dann frei fahren konnte, ging es eigentlich ganz gut“, meinte Pfäffle. Vor allem am Ende. Die Schlussrunde fuhr er mit der 19. Zeit und noch mal eine halbe Minute schneller als die vorletzte Runde. „Am Anfang habe ich auch die Höhe brutal gemerkt“, gestand Pfäffle, der am Ende 7:47 Minuten Rückstand aufwies. Ein besseres Ergebnis wäre für ihn zwar drin gewesen, doch enttäuscht hat der Neuffener auch im letzten Saisonrennen nicht. In der Weltcup-Gesamtwertung wird er als zweitbester Deutscher auf Platz 44 geführt.

Luca Schwarzbauer hatte bereits gestern Vormittag sein U23-Rennen mit unzufriedener Miene kommentiert. Schon die Startphase verlief unglücklich. Da war Schwarzbauer gut weggekommen, doch direkt vor ihm fuhr U23-Weltmeister Sam Gaze (Neuseeland) ins Absperrband. Der Kiwi musste vom Rad und Schwarzbauer auch. Das kostete viele Positionen. Und hatte negative Effekte im ersten Single Trail. „Da war das pure Chaos“, ärgerte er sich. So dauerte es zwei Runden, ehe er in Fahrt kam. Von Rang 38 nach einer Runde ging es sukzessive nach vorne. Und ab Runde drei von sechs lieferte Schwarzbauer Top 20-Zeiten. Am Ende landete er auf Rang 25, 5:35 Minuten hinter dem Schweizer Marcel Guerrini (1:19:50).

Anzeige