Lokalsport

Das Ei fliegt wieder

Football Die „Albershausen Crusaders“ bestreiten morgen ihr erstes Regionalliga-Heimspiel gegen die "KIT SC Engineers".

Football, Albershausen Crusaders
Die Gejagten: Die Crusaders gelten als großer Aufstiegsfavorit in der Regionalliga. Foto: Carsten Riedl

Albershausen. Kondition bolzen, Gewichte schleppen, unzählige Tacklings und massenhaft Spielzüge bis zur Perfektion - in den vergangenen fünf Monaten stand für die Albershausener Footballer kaum etwas anderes auf dem Programm. Doch das ganze Ackern und Schuften in der Vorbereitung ist jetzt passé, wenn die „Crusaders“ am morgigen Sonntag (15 Uhr) gegen die „KIT SC Engineers“ aus Karlsruhe ihr erstes Heimspiel der neuen Regionalliga-Saison austragen.

Eines ist klar: Ein halbes Jahr nach dem knappen Abstieg will das Team aus der 4 200-Einwohner-Gemeinde möglichst schnell wieder hoch in die zweite Liga (GFL 2). Dass dies keineswegs zu hoch gegriffen ist, zeigte bereits der erste Spieltag, als die „Kreuzritter“ vor zwei Wochen in Weinheim deutlich mit 31:6 siegten. Aber auch ligaintern hatten die Albershausener aufgrund der starken Vorbereitungsergebnisse schon eine erste Duftmarke hinterlassen: Schließlich nannten vor Kurzem die meisten Konkurrenten die Crusaders als haushohen Meisterschaftsfavoriten.

Mirko Mosenthin, Abteilungsleiter und Pressewart, hält sich mit einer klaren Zielsetzung allerdings noch zurück: „Klar, als Absteiger wird man automatisch hoch gehandelt, und das ist auch unser Anspruch, aber mit Karlsruhe und Pforzheim gibt es auch noch zwei andere Teams, die unbedingt aufsteigen wollen.“

Damit der Wunsch vom baldigen Wiederaufstieg klappt, haben die Verantwortlichen in der Winterpause ordentlich am Personalkarussell gedreht: Über ein Dutzend neuer Spieler trägt in dieser Saison das blaue Trikot - darunter auch zwei ehemalige Juniorennationalspieler, die bereits in der Jugend in Albershausen gespielt haben. „Uns war wichtig, dass wir den Kader breiter aufstellen. Wir haben jetzt einen guten Mix aus erfahrenen Spielern und Talenten“, vermerkt Mosenthin.

Was in anderen Sportarten kaum vorstellbar ist: Einige Neuzugänge haben sogar jetzt erst mit dem Footballspielen begonnen. Sehr zur Freude des Abteilungsleiters. „Wir finden für jeden die passende Position, egal ob groß, klein, dick oder dünn.“ Mit Erfolg: Die „Neulinge“ seien bereits voll integriert und würden, wie Mosenthin bekräftigt, auch qualitativ eine Bereicherung fürs Team darstellen.

Einzigartiger Trainerstab

Der große Trumpf sei dennoch weiterhin das zehnköpfige Trainerteam um Headcoach Marc Herbst. Der A-Lizenz-Inhaber ist seit 2015 bei den Crusaders und geht in diesem Jahr in seine zweite Spielzeit als Verantwortlicher. „Unser Trainerstab ist in der Liga vermutlich einzigartig - sowohl qualitativ als auch quantitativ. Da sind wir den anderen einen großen Schritt voraus.“

Jede Menge Spektakel verspricht wie immer das Rahmenprogramm: Circa 700 Zuschauer kommen durchschnittlich zu den Heimspielen im Waldstadion, wenn wieder blau-weiße Fahnen geschwenkt werden und dunkler Rauch vom Barbecue-Grill aufsteigt. Das obligatorische Feuerwerk kurz vor dem Anpfiff lockt dann sogar die kleinen Fans aus ihren Hüpfburgen. „Auf das Drumherum bei unseren Heimspielen sind wir richtig stolz. Wir werden uns auch diese Saison wieder die ein oder andere Überraschung einfallen lassen“, verspricht Mosenthin. Wer am Sonntag nicht vor Ort dabei sein kann, für den stellt der Verein auf seiner Homepage einen Livestream mit zwei Kommentatoren zu Verfügung.

Max Pradler

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