Lokalsport

Das Fest kann kommen

Tischtennis Der VfL Kirchheim 2 überwintert in der Landesliga auf Platz vier und hat in der Rückrunde noch alle Trümpfe in der Hand. Der SV Nabern setzt auf Geduld und die Zukunft. Von Frank Dürr

Applaus auf halber Strecke: Jan Eder und seine Mannschaft können mit dem Verlauf der Vorrunde zufrieden sein.Foto: Markus Brändl
Applaus auf halber Strecke: Jan Eder und seine Mannschaft können mit dem Verlauf der Vorrunde zufrieden sein.Foto: Markus Brändli

Halbzeit und Platz vier - das kann sich sehen lassen. Zum Ende der Hinrunde in der Tischtennis-Landesliga hat die zweite Mannschaft des VfL Kirchheim mit sechs Siegen bei nur drei Niederlagen die Erwartungen übererfüllt. „Im letzten Spiel am frühen Sonntagmorgen taten wir uns etwas schwer, aber wir hatten ein gutes Gefühl“, meint Kapitän Jan Eder nach dem 9:5 beim Tabellenschlusslicht TG Donzdorf III.

Zwar holte sich das Kirchheimer Top-Doppel Eder/Müller einen klaren 3:0-Sieg gegen Geiger/Schäffler, doch die anderen Paarungen und, etwas überraschend, auch der müde wirkende Sven Körner im Einzel gegen Oliver Riemann blieben ohne Erfolg. Dann aber sorgte Eder mit seinem Wackelsieg gegen Christian Geiger für den morgendlichen Weckruf. Gleich sechs Einzel in Folge gingen danach an den VfL, bevor der erneut schwache Körner beim Stand von 7:3 die erste Niederlage kassierte. Patrick Müller und Franz Glöckner schaukelten im Anschluss die Partie nach Hause.

Doppel mit „Zu-Null-Bilanz“

Der VfL kann also zufrieden sein. „Zumindest spielen wir noch oben mit“, meint Kirchheims Kapitän Jan Eder, „und dümpeln nicht ohne Perspektive im Niemandsland dahin.“ Die Einzelbilanzen können sich durchaus sehen lassen: Topmann Markus Holzer (8:5), Patrick Müller (10:5) sowie Franz Glöckner (11:1) stachen dabei besonders hervor. Das Doppel Eder/Müller blieb bei einer 5:0-Bilanz bisher sogar ungeschlagen.

Erwartungsgemäß schwer tat sich der SV Nabern beim 4:9 gegen den Tabellenzweiten TV Murrhardt. Trotz der Niederlage verkaufte sich der SVN jedoch ordentlich. Beim 0:3 nach den Doppeln sah es für die jungen Wilden noch nach einem Debakel aus, doch danach gab Jakob Baum gegen Murrhardts Nummer eins, Dominik Wörner, kräftig Kontra. Der Gegner stellte den alten Abstand danach allerdings wieder her und erhöhte auf 6:1. Doch Nabern hielt erneut dagegen und kam durch Tobias Michalik, Mike Juretzka und Andrej Plantikow zu Achtungserfolgen, bevor die Gastgeber den Spuk mit drei deutlichen Dreisatzspielen beendeten. Grund zur Unzufriedenheit besteht aus Naberner Sicht nicht. Der jungen Mannschaft gehört trotz des momentanen Abstiegsrelegationsplatzes die Zukunft. Lehrgeld zahlt sich irgendwann vermutlich aus.

In der Landesklasse wahrte der VfL Kirchheim III seine beinah makellose Bilanz, indem er gegen den TSV Wäschenbeuren einen 1:3-Rückstand noch in einen 9:3-Sieg verwandelte. Nun steht die Mannschaft um Routinier Axel Schorradt mit 19:1-Punkten an der Spitze und hat beste Chancen, zu den Vereinskollegen in die Landesliga aufzusteigen. Sollte die vierte Mannschaft auch noch aus der Bezirksliga in die Landesklasse aufsteigen, hätte der VfL in der kommenden Saison gleich vier Mannschaften oberhalb der Bezirksebene. Eine Leistungsdichte, die im Bezirk Esslingen bisher einmalig wäre.

Ganz soweit ist es noch nicht. Kirchheims „Vierte“ steht nach der Vorrunde auf Platz vier, ist allerdings nur ein Pünktchen vom Aufstiegsrelegationsplatz entfernt. Zudem verfügt der VfL über eine gute Mannschaft, die den TV Bissingen auf dem Weg nach oben ärgern könnte. Der Tabellenzweite gewann sein letztes Vorrundenmatch knapp mit 9:7 beim abstiegsbedrohten TV Hochdorf II. Die 7:2-Führung reichte nicht aus, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Hochdorf glich zum 7:7 aus, bevor Vincent Krull und das Schlussdoppel Pollak/Kapp alles klar machten.

Qualifikation für die Bezirksrangliste

Am Samstag, 16. Dezember, findet in der Sporthalle am Berg in Wendlingen die Qualifikation und die Ausspielung der Bezirksrangliste 2 der Aktiven in den Damen- und in den Herrenklassen statt. Spielberechtigt sind alle aktiven Spielerinnen und Spieler aus dem Tischtennis-Bezirk Esslingen. Der Spielbetrieb in Wendlingen beginnt am Nachmittag um 13.30 Uhr. Anmeldungen sind noch bis zum morgigen Donnerstag, 14. Dezember, per E-Mail an rainer.schaper@online.de möglich.fd

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