Lokalsport
„Das ganz Dorf hilft mit“

Teckbotenpokal Vor Turnierstart am kommenden Sonntag legen die Neidlinger letzte Hand an. Für die 420 Arbeitsdienste haben sich auch Nicht-Fußballer eingetragen. Von Peter Eidemüller

Am Teckbotenpokal in Neidlingen kommt keiner vorbei - im wahrsten Sinne des Wortes: Wer dieser Tage die Reußensteingemeinde mit dem Auto ansteuert, wird zwangsläufig auf einen der Riesenbanner aufmerksam, mit dem die Turniermacher am Straßenrand die Werbetrommel für das Fußballevent rühren.

Insgesamt sechs Stück hat das Team um Stefan Hepperle, der für die Infrastruktur und das Rahmenprogramm verantwortlich ist, rund ums Kirschblütental aufstellen lassen: Am Ortseingang von Neidlingen, in Zell beim TVN-Hauptsponsor Ratzel, in Hepsisau sowie an den Kreiseln zwischen Nabern und Bissingen, in Aichelberg und Holzmaden.

Schließlich soll hinterher niemand sagen können, nicht gewusst zu haben, dass vom kommenden Sonntag an eine Woche lang fußballerischer Ausnahmezustand in der Teckregion herrscht: Vom 28. Juli bis 4. August gastiert der Teckbotenpokal-Tross in Neidlingen, wo die Vorfreude allmählich den Siedepunkt erreicht. „Es wird Zeit, dass es losgeht“, sagt Stefan Hepperle, der mit seinem Team vorgestern eine der letzten Hürden genommen hat: Am Samstag bauten die Neidlinger das Zelt auf, in dem während des Turniers der Wirtschaftsbetrieb über die Bühne geht. Zwischen Reußensteinhalle und Vereinsheim verköstigt der TVN seine Gäste mit einer breit gefächerten Auswahl an Essen und Trinken.

Damit alles reibungslos klappt, musste Stefan Hepperle insgesamt 420 Arbeitsdienste einteilen, die weit über die Kapazitäten der Fußballabteilung hinausgehen. Die vorausschauend planenden Neidlinger luden darum bereits im Februar alle im Ort ansässigen Vereine zum Informationsabend, um die Bereitschaft zur Mithilfe abzuklopfen - mit überwältigendem Erfolg. „Das wurde super angenommen“, freut sich Stefan Hepperle, „das ganze Dorf hilft mit.“ Vom Musikverein über die Wintersportabteilung bis hin zum Seniorensport wollen alle zum Gelingen beitragen.

Bessere Sicht auf den Nebenplatz

Extra für das Turnier haben die Neidlinger übrigens eine Naturtribüne gebaut, von der aus der Nebenplatz besser einzusehen sein soll. In Eigenarbeit zimmerten die TVN-Macher aus Holzdielen Stehbereiche, die mit Rindenmulch aufgefüllt wurden und so bis zu 300 Zuschauern Platz zum Anfeuern bieten.