Lokalsport

Das letzte große Rennen der Saison

Mountainbike: Fumic, Pfäffle und Schwarzbauer beim Weltcup-Finale in Andorra

Beim Weltcup-Finale in Andorra wollen die Teck-Mountainbiker Manuel Fumic, Christian Pfäffle und Luca Schwarzbauer nochmals zeigen, was sie können.

Den Abwärtstrend stoppen: Manuel Fumic will die eher durchwachsene Saison beim Weltcup-Finale versöhnlich beenden. Foto: Küstenb
Den Abwärtstrend stoppen: Manuel Fumic will die eher durchwachsene Saison beim Weltcup-Finale versöhnlich beenden. Foto: Küstenbrück

Kirchheim. Für Manuel Fumic wird das Rennen im Bikepark Vallnord oberhalb von La Massana noch nicht den offiziellen Saisonabschluss bilden. Der Kirchheimer wird danach noch ein Rennen in Dänemark bestreiten und Anfang Oktober beim Festival Roc d’Azur auftauchen. Doch es ist der letzte ernsthafte Wettkampf in der Olympia-Saison, in der so vieles für den 34-Jährigen nicht richtig lief.

Erst bei den Olympischen Spielen selbst konnte er die Leistung abrufen, die er zuvor von sich erwartet hatte. Wegen des Kettenrisses in Runde eins blieb das erhoffte Top-Resultat in Rio allerdings aus. So bleibt eben nur noch das Rennen am Sonntag, um ein Erfolgserlebnis in die Weltcup-Pause mitzunehmen. „Ich gehe total entspannt in das Rennen und werde versuchen die Leistung von Olympia abzurufen. Ich schaue nicht auf ein Resultat. Es ist ein Rennen in der Höhe und wir haben keine spezielle Anpassung. Es kann gut gehen, muss aber nicht. Jedenfalls freue ich mich darauf“, sagt Manuel Fumic.

Die spezielle Anpassung an die 1 900 Meter Höhe, in denen der Bikepark Vallnord liegt, konnten allenfalls Fahrer vornehmen, die nicht bei den Olympischen Spielen waren. Der Cannondale-Profi hat zumindest gute Erinnerungen im Gepäck. Vor einem Jahr war er bei der WM dort Vierter geworden. „Vor Olympia haben wir den richtigen Hebel gefunden und in Rio gezeigt, dass es an der Form nicht lag“, erklärt Manuel Fumic und scheint darüber noch immer ziemlich erleichtert – die Negativ-Spirale hatte gezehrt.

Dazu bildet Christian Pfäffle einen echten Kontrast. Der Biker vom MTB Teck fährt zwar (noch) nicht in den Sphären von Fumic, doch der Stevens-Biker hat bis dato eine Saison hinter sich, die ihm so kaum jemand zugetraut hätte. „Gebührend abschließen“ möchte der Neuffener das Wettkampf-Jahr 2016. Auch für ihn ist es nicht das letzte Rennen, aber es ist das letzte große. „Ich peile wieder die Top 30 an“, sagt Pfäffle, sieht es aber ähnlich wie Fumic: „Andorra kann auch in die Hose gehen. Ich hatte auch schon super Rennen dort, aber voriges Jahr habe ich es mit zwei Wochen Vorbereitung nicht geschafft, mich zu akklimatisieren. Daher bleibt ungewiss, welche Rolle die Höhe spielen wird.“ 2013 war er im U23-Weltcup dort Neunter, aber 2015 bei der U23-WM nur 65.

In der Weltcup-Gesamtwertung liegt Pfäffle auf Platz 46, der Sprung unter die besten 40 wäre noch möglich. Das hätte keine direkten Auswirkungen auf 2017, mal abgesehen von den Punkten für die Weltrangliste. Bei Manuel Fumic wäre mit einem Top-Resultat aber noch der Sprung von Platz 20 unter die besten 16 möglich, sodass er in der kommenden Saison wenigstens in Startreihe zwei aufgestellt würde.

Luca Schwarzbauer ist mit Andorra und den dortigen Bedingungen noch nicht vertraut. Bei der WM im vergangenen Jahr war der Reuderner nicht dabei und als es 2013 dort einen Junioren-Weltcup gegeben hat, auch nicht. „Mit der Höhe habe ich bisher aber noch nie größere Schwierigkeiten gehabt“, gibt sich Schwarzbauer einigermaßen zuversichtlich. Wichtiger wären ihm geringere Temperaturen als zuletzt beim Rennen in Basel. Aber da macht der Wetterbericht Hoffnungen. In Andorra werden morgens um 9 Uhr wohl eher 20 denn 25 Grad gemessen werden.

„Ich wäre froh über ein gutes Ergebnis, um vor allem mir selbst noch mal zu zeigen, was ich zurzeit eigentlich drauf habe“, meint Schwarzbauer. „Ich versuche so frisch wie möglich an den Start zu gehen. Trainingstechnisch kann man in dieser Jahreszeit eh nichts mehr verlieren“, meint der 19-Jährige. Soll heißen: Die Form muss man vor dem letzten Saisonhöhepunkt nehmen wie sie ist.

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