Lokalsport

Das Spielsystem bleibt vorerst unangetastet

Fußball Beim Verbandstag im kommenden Jahr soll eine Bezirksstrukturreform auf den Weg gebracht werden.

Ostfildern. Das Spielklassensystem im Bereich des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) wird vorerst nicht geändert. Ohne Anpassung der Bezirksstruktur gibt es derzeit keine bessere Alternative. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kommission, die der WFV-Verbandstag bereits 2015 zur Untersuchung des Spielsystems inthronisiert hat. Die Empfehlung für den nächsten Verbandstag im Mai 2018: Eine neue Kommission soll zunächst die Bezirksstrukturen unter die Lupe nehmen.

Wie kann das Fußballangebot flächendeckend gesichert werden? Wie wirkt sich der demografische Wandel aus? Muss der Spielbetrieb flexibilisiert werden? Ist eine Änderung des Ligensystems erforderlich? Sind die Staffelgrößen noch zeitgemäß? Wie viele Teams sollen absteigen? Viele Fragen, mit denen sich die Kommission auseinandersetzen musste. Das Ergebnis: „Unter Beibehaltung der 16 Bezirke gibt es kein besseres Spielsystem als das aktuelle“, stellte Rolf Niggel, der Vorsitzende des WFV-Spielausschusses, fest. Ein besseres sei denkbar, aber dafür müssten die Bezirksstrukturen verändert werden. Für eine Bezirksreform hatte die Kommission jedoch kein Mandat, deshalb soll der Verbandstag im kommenden Jahr den Auftrag zur Überprüfung erteilen. Erst danach soll die Spielklassenreform in Angriff genommen werden. Im Raum steht dabei das 1-3-9-Modell - unter der Verbandsliga drei Landesliga-Staffeln und darunter neun Bezirke. Bis dahin muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Die 16 Bezirksvorsitzenden haben sich mehrheitlich gegen das Modell ausgesprochen.

Auch spieltechnisch wird über Neuerungen nachgedacht. Die Relegation soll grundsätzlich beibehalten, die Zahl der Direktabsteiger aber auf drei reduziert werden. Denkbar ist, dass aus den vier Vizemeistern, dem Abstiegsrelegationsteilnehmer und dem ersten Direktabsteiger zwei Dreiergruppen gebildet werden, in denen dann jeder einmal zu Hause und einmal auswärts antritt. Die beiden Gruppensieger spielen dann auf neutralem Boden den letzten Platz in der Verbands- und in der Landesliga aus. Damit kann eine Mannschaft - so die Begründung - auch eine Niederlage wettmachen.Uwe Bauer

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