Lokalsport

Das unverhoffte Spitzenspiel

Fußball-Kreisliga A: TV Neidlingen erwartet morgen den VfL Kirchheim

Das Überraschungsteam setzt zum großen Wurf an: Dem TV Neidlingen winkt in der Fußball-Kreisliga A morgen Abend bei einem Heimsieg über Spitzenreiter VfL Kirchheim der Sprung auf Platz drei. TVN-Spielertrainer Patrick Kölle tritt jedoch auf die Euphoriebremse.

Hingucker: Das Duell TV Neidlingen gegen VfL Kirchheim (hier beim Teckbotenpokal in Ötlingen) elektrisiert morgen die Kreisliga
Hingucker: Das Duell TV Neidlingen gegen VfL Kirchheim (hier beim Teckbotenpokal in Ötlingen) elektrisiert morgen die Kreisliga A. Foto: Deniz Calagan

Neidlingen. „Wir müssen immer noch nach unten schauen“, schielt Patrick Kölle auf den Abstiegsrelegationsplatz, der aktuell elf Punkte entfernt ist. Dabei steht seine Mannschaft mit nur sechs Zählern Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz auf Platz vier. Aus den letzten fünf Begegnungen holten die Neidlinger zehn Zähler – so viel hat kein anderes Team in dieser Zeit geschafft. Bessere Voraussetzungen für das morgige Spiel gegen Tabellenführer VfL Kirchheim könnte es kaum geben. „Die kommen zur richtigen Zeit, aber es muss schon alles passen, wenn wir das Spiel gewinnen wollen“, sagt Kölle.

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Spitzenreiter VfL muss in den letzten zehn Partien bis Saisonende noch sechsmal auswärts antreten. Für Spielertrainer Markus Schweizer die entscheidenden Partien, ist sein Team in der Fremde doch deutlich schwächer als zu Hause. Seit dem 4:3-Sieg beim TSV Grötzingen am 4. Oktober hat der VfL auswärts nicht mehr gewonnen, konnte in den letzten fünf Partien fern der Heimat gerade mal drei Punkte holen. „Ich weiß auch nicht, woran das liegt“, zuckt Schweizer mit den Achseln. In Neidlingen muss der VfL-Coach nun auch noch auf Spielmacher Timo Webinger verzichten, der sich eine Kapselverletzung zugezogen hat.

Auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters hoffen vor allem die fünf Punkte zurückliegenden SF Dettingen. Zunächst aber gilt es, morgen die Hausaufgaben gegen den FV 09 Nürtingen II zu machen. Dabei bereitet Trainer Heiko Blumauer vor allem die Abwehrarbeit Sorgen. In den letzten beiden Spielen kassierte seine Mannschaft sieben Gegentore.

Nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen hat sich der TSV Jesingen im Kampf gegen den Abstieg wieder Luft verschafft. Mit einem Heimsieg gegen den Tabellennachbarn TSV Raidwangen könnte sich die Elf von Trainer Klaus Müller im oberen Tabellendrittel festsetzen.

Nur noch zwei Zähler trennen den SV Nabern vom Abstiegsrelegationsplatz. Bei einer weiteren Niederlage beim TSV Grafenberg und einem Heimsieg des TV Bempflingen gegen den TSV Holzmaden würde die Elf von Trainer Viktor Oster den Abstiegsplätzen bedrohlich nahekommen.

„Wir brauchen jetzt ein kleines Fußball-Wunder“, weiß Holzmadens Abteilungsleiter Marius Remmler, der trotz der sportlichen Talfahrt an seinem Trainer Jürgen Fritsch festhalten will: „Jürgen kann am wenigsten dafür. Der passt zu uns und macht seine Arbeit absolut gut.“ In Bempflingen müssen die Holzmadener weiter auf ihren Toptorjäger Burak Engin (Zehenverletzung) verzichten. Noch schlimmer hat es Thorsten Haese erwischt, der sich vor zehn Tagen in Unterlenningen einen Nieren- und Milzriss zugezogen hat, laut Remmler aber wieder auf dem Wege der Besserung ist und das Krankenhaus in den nächsten Tagen verlassen kann.

In den restlichen beiden Begegnungen stehen sich der TSV Altdorf (3. Platz) und die Spvgg Germania Schlaitdorf (8.) und der 1. FC Frickenhausen II (15.) und der TSV Grötzingen (9) gegenüber.