Lokalsport

Das Wunder am Oberen Wasen nimmt seinen Lauf

Fußball-Kreisliga A2 Der SV Nabern steht zum ersten Mal in dieser Saison auf einem Nichtabstiegsplatz.

An Sekt pur wagt man sich in Nabern noch nicht.Foto: Lehnen
An Sekt pur wagt man sich in Nabern noch nicht.Foto: Lehnen

Kirchheim. Auf dem Oberen Wasen wird gefeiert. Nach dem 2:1-Erfolg gegen den TSV Jesingen steht der SV Nabern zum ersten Mal in dieser Saison auf einem Nichtabstiegsplatz. Einen herben Rückschlag im Abstiegskampf gab es für den TSV Weilheim II. Nach der 0:3-Heimniederlage stehen die Limburgstädter auf dem drittletzten Tabellenplatz. Der Wasserrohrbruch auf dem Unterlenninger Bühl machte Spitzenreiter Dettingen indes unvermittelt zum Zuschauer. Nutznießer war der TSV Grafenberg. Nach dem 4:2 beim TV Bempflingen verkürzte der Verfolger den Abstand zur Spitze auf einen Zähler. Für den AC Catania Kirchheim ist nach der 0:2-Niederlage bei der Spvgg Germania Schlaitdorf der Traum von der Aufstiegsrelegation bei nun sechs Punkten Rückstand so gut wie geplatzt.

Anzeige

 

SV Nabern - TSV Jesingen 2:1 (2:0): Es ist fast nicht zu glauben. Nach der Hinrunde trennten beide Mannschaften 16 Punkte. Nach diesem Sieg ist die Elf von Spielertrainer Marcel Geismann punktgleich mit Jesingen. Nach einer imposanten Aufholjagd hat es der SV Nabern plötzlich wieder selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen. Nach der schnellen 2:0-Führung verpassten es die Gastgeber allerdings, ihre Führung auszubauen. Die beste Möglichkeit für die Gäste resultierte aus einem Freistoß von Christian Dangel, der gegen den Innenpfosten knallte. Ansonsten hatte die gut organisierte Naberner Abwehr alles im Griff. Der sportliche Leiter Axel Maier ärgerte sich, dass seine Mannschaft die Partie nicht schon früher entschied: „Wir haben es unnötig spannend gemacht.“ Nun kommt es am kommenden Sonntag zum Spitzenspiel der Rückrundentabelle zwischen dem Tabellenzweiten SF Dettingen und dem Spitzenreiter SV Nabern. Tore: 1:0 Hüseyin Kisa (11.), 2:0 Tim Sternemann (18./Foulelfmeter), 2:1 Christian Dangel (52.)

 

TSV Weilheim II - TSV Altdorf 0:3 (0:1): Für den Weilheimer Trainer Robert Walter war der unberechtigte Foulelfmeter der Knackpunkt des Spiel: „Wegen eines harmlosen Schubsers darf man keinen Elfer geben.“ Der Strafstoß brachte das 0:2. Von da an war es für die Weilheimer, die schon früh einem Rückstand hinterher laufen mussten, enorm schwer, dem Spiel noch eine Wende zu geben. „Wir haben es verpasst, aus unseren guten Möglichkeiten Tore zu machen“, stellt Walter fest. Bereits am Sonntag beim TSV Raidwangen darf der TSV wieder auf ein Erfolgserlebnis hoffen. Tore: 0:1, 0:2 Benjamin Henzler (5., 60./Foulelfmeter), 0:3 Abdul Azzam (78.)

 

Spvgg Germania Schlaitdorf - AC Catania Kirchheim 2:0 (1:0): Nur in den ersten zehn Minuten des Spiels war die Mannschaft von Catania-Spielertrainer Michel Forzano das bessere Team. Das war es dann auch schon mit der Spielfreude der Gäste. Ansonsten spielte nur noch eine Mannschaft, und das waren die Hausherren. „Wir haben völlig verdient gewonnen und noch sieben bis acht hochkarätige Torchancen liegen lassen“, meinte Schlaitdorf Abteilungsleiter Christian Maiwald. Um die minimalen Chancen auf den zweiten Tabellenplatz zu wahren, zählt für den AC Catania am Sonntag im Heimspiel gegen den TV Bempflingen nur ein Sieg. Tore: 1:0, 2:0 Tobias Bartels (16., 70.).

 

TV Bempflingen - TSV Grafenberg 2:4 (2:3): Es war eine Begegnung auf Augenhöhe. Die Gastgeber boten dem Tabellenzweiten lange Zeit Paroli. Für den Bempflinger Abteilungsleiter Vladimir Plesa wäre am Schluss eine Punkteteilung das gerechtere Ergebnis gewesen. Ausschlaggebend für die Heimniederlage waren die Kunstschüsse von Carmelo Sessa. Dem Grafenberger Toptorjäger gelangen alle drei Tore per Freistoß. „Wir haben an der Strafraumgrenze blöde Fouls gemacht“, ärgerte sich Plesa. Tore: 0:1 Carmelo Sessa (2.), 1:1, 2:1 Daniel Veit (5., 12.), 2:2, 2:3 Sessa (27., 37.), 2:4 Frieder Geiger (84.)

 

TSV Grötzingen - TSV Oberensingen II 3:0 (2:0): Für den Grötzinger Abteilungschef Olav Sieber war schnell klar, warum seine Mannschaft das Spiel gewonnen hat: „Die Oberensinger sind an der Qualität ihrer Abschlüsse gescheitert.“ Die Gäste hätten die Partie tatsächlich spannender gestalten können, doch mehrere Schussversuche gingen weit am Tor vorbei. Besser machten es die Gastgeber: Nach einem Doppelschlag in der Anfangsphase kam Sicherheit ins Spiel. Deshalb wurde es auch bis zum Schlusspfiff nicht mehr richtig gefährlich. Tore: 1:0 Alexander Murr (23.), 2:0 Timo Spannbauer (25.), 3:0 Manuel Hausser (71.)

 

TSV Oberboihingen - SPV 05 Nürtingen 2:1 (0:1): „Wir haben uns das Glück erarbeitet“, meinte Oberboihingens Sprecher Gert Schnepf. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung mit Höhepunkten auf beiden Seiten hatten die Oberboihinger das glücklichere Ende auf ihrer Seite. Bei strömenden Regen gelang Johannes Mauthe in der Nachspielzeit der entscheidende Treffer. Für Schnepf kam das Tor nicht von ungefähr: „Wir sind keine Schönwetterfußballer.“ Für die SPV 05 Nürtingen war es die erste Niederlage in diesem Jahr. Tore: 0:1 Sanna Jatta (33.), 1:1 Alexander Ehrlich (61.), 2:1 Johannes Mauthe (90.+2)

 

FV 09 Nürtingen II - TSV Raidwangen 2:1 (2:0): Das Schlusslicht wahrte durch den verdienten Erfolg seine Minimalchancen auf den Klassenerhalt. „Die Nürtinger haben ums Überleben gekämpft“, musste Raidwangen Sprecher Helmut Geyer den Sieg neidlos anerkennen. Bei acht Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz und nur noch vier Spielen müsste 09 schon ein kleines Wunder retten. Das schönste Tor des Tages erzielte Maximilian Hornek, der das Leder aus 35 Metern genau in den Torwinkel zirkelte. Tore: 1:0 Salvatore Galante (2.), 2:0 Maximilian Hornek (13.), 2:1 Timo Haubensack (75.). Klaus-Dieter Leib