Lokalsport

David gegen Goliath

WFV-Pokal Die Weilheimer A-Junioren treffen heute im Lindachstadion auf Bundesligist VfB Stuttgart, der an Pokalviertelfinals keine guten Erinnerungen hat. Von Thomas Pfeiffer

Ob die VfB-Youngster (hier Toni Terrell gegen Fürth) auch heute in Weilheim straucheln? Foto: Rudel
Ob die VfB-Youngster (hier Toni Terrell gegen Fürth) auch heute in Weilheim straucheln? Foto: Rudel

Während die erste Mannschaft des TSV Weilheim bereits in der ersten Runde Ende Juli 2016 aus dem Wettbewerb flog (1:2 in Eislingen), sind die A-Junioren des Vereins im württembergischen Verbandspokal weiter vertreten. Im heutigen Viertelfinal-Heimspiel stehen die Chancen auf ein erneutes Weiterkommen allerdings alles andere als gut: Im Lindachstadion ist ab 19.30 Uhr kein Geringerer als der Bundesliga-Neunte VfB Stuttgart der Gegner. Zwei Spielklassen trennen den TSV vom VfB - ein David-Goliath-Duell.

„Meine Mannschaft ist krasser Außenseiter. Wir haben eine zehnprozentige Chance aufs Weiterkommen“, rechnet Weilheims Trainer Dominik Probst. Obwohl mit Mittelfeldspieler Cagatay Ayyildiz (dicker Knöchel) und Ahmet Baydar (Innenbandverletzung) zwei Spieler auf der Ausfallliste stehen, hat er nicht den ganzen Optimismus verloren. „Gegen den VfB sind meine Jungs besonders heiß“, weiß er. Unter lautstarker Mithilfe der erwarteten 200 Fans sollen sie an einer Pokal-Sensation zumindest mal schnuppern.

Den Stuttgarter U19-Trainer Heiko Gerber kennt Probst bestens. Beide kommunizieren miteinander regelmäßig, nachdem sie vor rund zwei Jahren beim VfB als U17-Trainer fungierten. „Damals war ich Heikos Co“, berichtet Probst, der gespannt ist, wie viele Bundesliga-Kicker sein Kollege in Weilheim auf den Rasen schicken wird „Vermutlich lässt er den jüngeren 1999er-Jahrgang spielen“, vermutet Probst. Damit hätten die Weilheimer zumindest keinen Nachteil.

Wie es geht, dem vermeintlich übermächtigen Gegner vom Wasen ein Bein zu stellen, bewies am 18. März 2016 Oberligist TSG Balingen, der die Mannschaft von Gerber-Vorgänger Sebastian Gunkel mit 2:1 bezwang. Die Viertelfinal-Überraschung bewirkte damals einen Leistungsschub in der Fußballregion um den Kleinen Heuberg, denn nach zwei weiteren Siegen bei den Stuttgarter Kickers (2:0) und gegen den FC Heidenheim im Endspiel (2:1) war die TSG unerwartet neuer WFV-Pokalsieger und für den DFB-Pokal qualifiziert. „Doch so weit denken wir nicht“, sagt Probst. Er hält den Ball lieber flach. Für den Hochdorfer ist es schon ein Erfolg, im WFV-Pokal unter den letzten Acht zu stehen. Dort finden sich neben dem VfB mit Heidenheim, FV Ravensburg und SSV 1846 Ulm vier Vereine, die höherklassig als seine Weilheimer spielen.

Drei Hürden auf dem Weg ins Viertelfinale

Der TSV Weilheim, seit dieser Saison erstmals in der Verbandsstaffel am Ball, hat auf dem Weg in die Runde der letzten Acht im Verbandspokal drei Hürden nehmen müssen. Einem 12:0-Erfolg in der Qualirunde gegen den FC Leutkirch (Verbandsstaffel) folgte ein 3:0 gegen TuS Ergenzingen (Verbandsstaffel) in Runde eins sowie ein 4:2 nach Verlängerung gegen Oberligist FV Ravensburg in Runde zwei. Der VfB genoß in der ersten Runde Freilos, zog dank eines 2:0 gegen Rottenburg ins Viertelfinale ein.tb

Anzeige