Lokalsport

Defekte Radaufhängung kostet Podiumsplatz

Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler zum Saisonauftakt der WEC nur auf Platz vier

Zum Auftakt der Langstreckenweltmeisterschaftsserie für Sportwagen im britischen Silverstone hat Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler das Podium verpasst. Mit seinen Teamkameraden Christian Ried und Joel Camathias rutschte der Nürtinger nach einem Defekt kurz vor Schluss noch auf den vierten Platz der LMGTE-Am Fahrzeuge.

Tempo nicht nur auf der Strecke: Wolf Henzler übernimmt in aller Eile den Elfer von Joel Camathias. Foto: Porsche AG
Tempo nicht nur auf der Strecke: Wolf Henzler übernimmt in aller Eile den Elfer von Joel Camathias. Foto: Porsche AG

Silverstone. Der erste Lauf zur Langstreckenweltmeisterschaft, das Sechsstundenrennen auf dem 5,901 Kilometer langen Silverstone-Cir­cuit in Towcester, bildete den Saisonauftakt der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, in der neben den LMP1- und LMP2-Boliden noch die LMGTE-Fahrzeuge fahren. Während auf diesen in der Gruppe „Pro“ nur Profis am Start sind, kann in der Gruppe „Am“ lediglich ein Profi gemeldet werden. Der Nürtinger Werksfahrer Wolf Henzler (41) wurde in die KCMG-Proton-Mannschaft integriert und startete neben Christian Ried und Joel Camathias in einem Porsche 911 RSR in der Klasse der LMGTE-Am-Sportwagen, die zwar zusammen mit dem LMGTE-Pro-Boliden im Feld vereint sind, aber getrennt gewertet werden.

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„In Silverstone bin ich zuletzt vor drei Jahren in der European Le Mans Series gefahren. Eine tolle Strecke“, so Henzler, für den es mit seinen Teamkollegen in den Trainingsläufen und im Qualifying passabel ausgesehen hatte. Das Trio stellte den Porsche mit einer Zeit von 2.17,399 Minuten bei einer Zeitdifferenz von 2,297 Sekunden zum Polesetter Qubaisi/Heinemeier-Hansson/Bachler, ebenfalls im Porsche 911 RSR, auf den zweiten Startplatz in der Kategorie der LMGTE-Am-Sportwagen.

Die Polesetter hielten – ebenso wie Wolf Henzler/Christian Ried/Joel Camathias – während des Rennens weitestgehend ihre am Start bezogenen Positionen. Während Joel Camathias sich auf dem letzten Rennstint befand, schlug der Defektteufel 50 Minuten vor Rennende zunächst beim Schwesterauto des Abu-Dabhi-Proton-Teams mit einer Reparaturpause zu. Knapp eine halbe Stunde danach quittierte eine Radaufhängung an dem 470 PS starken RSR von Henzler, Ried und Camathias ihren Dienst und erforderte ebenfalls eine längere Pause zur Schadensbehebung. „Wenn man so kurz vor dem Ziel noch auf Podiumskurs liegt und am Ende nur Vierter wird, ist das zunächst einmal enttäuschend. Wir hätten uns alle einen erfolgreicheren Saisonauftakt gewünscht. Trotzdem sehe ich den nächsten Rennen zuversichtlich entgegen“, resümierte ein gefrusteter Wolf Henzler.

Der zweite Lauf der WEC-Serie steigt am Samstag, 7. Mai auf der Streck e von Spa-Francorchamps in den belgischen Ardennen.