Lokalsport

Denkwürdige Partien für Wasserballer

Sieg und Niederlage für die Verbandsliga-Wasserballer des VfL Kirchheim. Einem 21:8-Erfolg über Heidenheim folgte eine 4:9-Pleite in Heilbronn.

Kirchheim. „Ein Spiel, wie ich es in 40 Jahren Wasserball noch nie erlebt habe.“ So kommentierte VfL-Trainer Peter Funke den 21:8-Heimsieg gegen Heidenheim. Mit einer bis dato kaum gekannten Härte versuchten die Heidenheimer, den Teckstädtern den Schneid abzukaufen. Diese hielten gekonnt dagegen und versuchten ihrerseits, Hinausstellungen zu vermeiden. Maximilian Oelsner (2), Steffen Schweitzer, Aleksandar Suf und Hannes Kreipl trafen im ersten Spielabschnitt zur 6:3-Führung. Damit schien die Nervosität beim Gegner immer mehr zu steigen, bis die Härte in unfaire Brutalität umschlug. Doch damit dezimierte sich der Gegner selbst immer mehr, sodass im zweiten Viertel zwei Spieler wegen Tätlichkeiten des Wassers verwiesen wurden. Im weiteren Spielverlauf musste noch ein Heidenheimer wegen Unsportlichkeit das Wasser verlassen, und zwei andere konnten wegen dreier persönlicher Fehler ebenfalls nur noch von außen zuschauen. Da auf Heidenheimer Seite nur drei Ersatzspieler angereist waren, mussten die Gäste mit zwei Leuten Unterzahl agieren. Somit war der deutliche 21:8-Sieg nur noch Formsache. Trainer Funke konnte dadurch noch ein wenig experimentieren und Ersatzspieler zum Einsatz kommen lassen.

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Die gleiche Leistung wollte man auch gegen Angstgegner Heilbronn abrufen. Allerdings musste man auf Center Hannes Kreipl und Linksaußen Steffen Schweizer verzichten. Nachdem Oelsner zur 1:0-Führung getroffen hatte, lief allerdings im ersten Viertel nicht mehr viel zusammen. Mit einem 1:2-Rückstand wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt. Auch im zweiten Viertel setzte sich die Torflaute fort. Mitte des Spielabschnitts kam es zur spielentscheidenden Szene, als nach einer Rangelei in der Centerposition Gunter Stecher wegen angeblicher Tätlichkeit des Wassers verwiesen wurde. Daraus resultierten vier Minuten in Unterzahl, Fünfmeter-Strafwurf und eine Sperre von zwei Spielen. VfL-Wasserballwart Alexander Gonser kündigte nach der Begegnung an, gegen die Entscheidung Protest einlegen zu wollen.

Die Kirchheimer verteidigten zwar tapfer, aber in Unterzahl gelang kein Torerfolg, während die Heilbronner zu drei Torabschlüssen kamen. Danach bemühte man sich noch nach Kräften, den Rückstand wieder wettzumachen, aber die Aktionen im Angriff konnten kaum noch erfolgreich umgesetzt werden. So unterlag der VfL unglücklich mit 4:9.

Bis Saisonende bleiben den Kirchheimern noch vier Spiele, um vielleicht doch noch fünf Punkte auf den Nichtabstiegsplatz aufzuholen.gs

VfL Kirchheim (beide Spiele): Süß, Suf (7), Oelsner (8), M. Gonser (2), U. Gonser (1), Stecher, Kreipl (2), Schweizer (3), Härtl (1), Pfannenstein, Krause (1)