Lokalsport

Der Bankstemmer wird noch gesucht

Das Sportgericht Neckar/Fils mit dem Vorsitzenden Siegfried Bippus (hinten, Mitte) in Sirnau: viele Zeugen, wenig Verurteilungen
Das Sportgericht Neckar/Fils mit dem Vorsitzenden Siegfried Bippus (hinten, Mitte) in Sirnau: viele Zeugen, wenig Verurteilungen.Foto: Genio Silviani

Zehn Beschuldigte hatte das Sportgericht Neckar/Fils in Sirnau abzuurteilen, in den meisten Fällen fehlten zu einem Schuldnachweis aber die Beweise. Für die offiziellen TG-Betreuer Munya Chonyera und Sabrina Wohlleben, der Beleidigung beziehungsweise des sportwidrigen Betragens angeklagt, gab es ebenso Freisprüche wie für die Notzinger Spieler Pascal Beutl und Peter Müller, die der Beleidigung bezichtigt worden waren. Teamkollege Tarkan Tekkeoglu erwischte es härter. Wegen diskriminierender Äußerungen wurde er für zwei Monate und längstens acht Spiele gesperrt (7. November bis 31. Dezember), muss 400 Euro berappen und sich einer WFV-Weiterbildungsmaßnahme im Bereich der Gewaltprävention unterziehen. Ein Beschuldigter wurde bei der Verhandlung vemisst: Jener Schwarzafrikaner, der sich während des Spiels unter die TG-Zuschauer gemischt und beim TG-Treffer zum 3:1 in bester Gewichtheber-Manier eine Bierbank nach oben gestemmt hatte. Den Mann, vermutlich aus einem Flüchtlingsheim außerhalb der Teckregion, kennen selbst die TG-Flüchtlingskicker nicht. Laut Zeugenaussagen hat sich der Fußballfreund aus der Fremde in Notzingen aber nichts zuschulden kommen lassen: Die Bank wurde von ihm wieder ordnungsgemäß abgestellt.top


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