Lokalsport

Der entscheidende Monat hat begonnen

Kreisliga A Neidlingen oder Dettingen: Bis Ende April dürfte im Titelrennen Klarheit herrschen.

Wer wird Meister? Neidlingen (hier Lukas Pflüger) oder Dettingen?
Wer wird Meister? Neidlingen (hier Lukas Pflüger) oder Dettingen?

Neidlingen. Der April könnte der entscheidende Monat im Aufstiegsrennen in der Fußball-Kreisliga A werden. Nach dem letzten Spieltag sind die beiden führenden Teams wieder enger zusammengerückt. Der Vorsprung von Spitzenreiter TV Neidlingen auf die SF Dettingen beträgt nur noch fünf Punkte. Für den Neidlinger Spielertrainer Patrick Kölle ist dies kein Grund nervös zu werden: „Unser Vorsprung ist immer noch groß genug. Es hat sich nichts geändert. Wir haben es immer noch selber in der Hand.“ Die Heimstärke könnte letztendlich den Ausschlag geben: Der TV Neidlingen ist zu Hause noch ohne jeglichen Punktverlust, und wie es der Spielplan will, stehen jetzt vier Heimspiele in Folge auf dem Programm.

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Bevor es am 23. April zum Spitzenspiel zwischen dem TV Neidlingen und den SF Dettingen kommt, müssen beide Teams zunächst einmal ihre Hausaufgaben machen. Der Spitzenreiter empfängt den SV Nabern und die SF Dettingen erwarten den Tabellenvorletzten TSV Raidwangen.

Obwohl der SV Nabern „nur“ auf dem neunten Tabellenplatz steht, hat der Neidlinger Trainer Respekt vor dieser Mannschaft: „Im Pokal haben sie es schon gezeigt, zu was sie in der Lage sind.“ Trotzdem ist ein Heimsieg fest einplant, obwohl der TVN-Coach mit Thorben Mende (Knieverletzung) und Dennis Heilemann (Bänderriss) auf zwei Stammkräfte verzichten muss. Dazu stehen noch dicke Fragezeichen hinter den Einsätzen von Heiko Kölle, der seit Wochen Probleme mit der Ferse hat, und Steffen Kuch, der am Wochenende eigentlich in der Uni sein müsste. „Ich hoffe, dass beide am Sonntag zur Verfügung stehen“, sagt Kölle.

Seit Sonntag geht die Blickrichtung beim SV Nabern wieder nach unten in der Tabelle. „Wir müssen so schnell wie möglich wieder Punkte sammeln. Am besten schon am Sonntag in Neidlingen“, sagt SVN-Trainer Maurizio Mantineo. Nur vier Zähler trennen die Elf vom Oberen Wasen vom Abstiegsrelegationsplatz.

„Jetzt zählen nur noch Siege“, weiß Dettingens Abteilungsleiter Christian Renz. Zunächst einmal gilt es mit einem Heimsieg gegen den TSV Raidwangen den Abstand zum ersten Tabellenplatz nicht noch größer werden zu lassen. Großen Anteil am Dettinger Erfolg hat zweifellos Tim Lämmle. Der Torjäger hat bisher 38 Treffer erzielt und ist seinem persönlichen Rekord, die 50-Tore-Marke zu knacken, ganz nahe. Mit 44  Treffern in der Vorsaison hält der 27-Jährige den Torerekord in der Kreisliga  A, Staffel 2. Auch in den Spielzeiten 2013/14 (43 Tore) und 2012/13 (40  Tore) knackte Lämmle die 40 Tore-Marke.

Nach nur fünf Punkten aus den letzten fünf Spielen ist der AC Catania Kirchheim auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht. Um sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen, zählt beim Tabellendrittletzten VfB Neuffen nur ein Sieg.

„Das wird kein Selbstläufer“, warnt der Weilheimer Trainer Armin Sigler seine Spieler. Beim Tabellenschlusslicht TSV Neckartenzlingen, das bei 14 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt besitzt, sind die Limburgstädter in der Favoritenrolle. Mit nur einem Sieg (3:2 bei der Spvgg Germania Schlaitdorf) in elf Auswärtsspielen ist der TSV Weilheim II das zweitschwächste Auswärtsteam der Liga.

Auch der TSV Jesingen konnte in elf Auswärtsspielen erst zweimal gewinnen. Beim TV Bempflingen wird es allerdings nicht einfach, diese Bilanz zu verbessern. Mit derzeit 27 Punkten zählt für die Elf von den Lehenäckern allerdings jeder Punkt für den Klassenerhalt.Klaus-Dieter Leib