Lokalsport

Der erste geht ins Schwarze

Basketball Wenig Glanz, viel Herz: Die Knights gewinnen auch den dritten Vergleich mit Heidelberg verdient mit 71:64 und legen damit in den Play-offs vor.

Unterstrich ein weiteres Mal seine Qualitäten als Vorbereiter: Knights-Spielmacher Carrington Love zeigte sich gestern Abend von
Unterstrich ein weiteres Mal seine Qualitäten als Vorbereiter: Knights-Spielmacher Carrington Love zeigte sich gestern Abend von seiner mannschaftsdienlichen Seite.Foto: Tanja Spindler

Frenkie Ignjatovic muss weiter auf den ersten Sieg in dieser Saison gegen Kirchheim warten. In einem lange Zeit schwachen und tempoarmen Spiel setzte sich nach der Pause der größere Kampfgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit der Gastgeber durch. Gleich fünf Spieler der Knights punkteten zweistellig. Die Kirchheimer mussten allerdings bis kurz vor dem Ende zittern, nachdem der Gegner Mitte des Schlussviertels kurz vor dem Ausgleich stand.Der erste psychologisch wichtige Sieg sorgte nach Spielende für entspannte Gesichter.

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Die Ritter begannen diesmal konzentriert, nachdem sich beide Mannschaften am Samstag zuvor noch haarsträubende Fehlerquoten geleistet hatten. Besonders das Duell unter den Körben zwischen Kirchheims Kapitän Andreas Kronhardt auf der einen und Heidelbergs Center Phillipp Heyden auf der anderen Seite stand symbolisch für den Einsatz und Kampfgeist beider Mannschaften.

Sein Visier gut eingestellt hatte diesmal Tim Koch, der in den ersten zehn Minuten mit zwei blitzsauberen Dreiern den Rückstand zur Viertelpause beim 18:20 einigermaßen in Grenzen hielt. Das zweite Viertel dominierten dann die Gastgeber. Häufig fanden die Ritter den Weg in die Zone der Heidelberger, die ihrerseits mit wechselnden Verteidigungssystemen versuchten, die Kirchheimer zu Fehlern zu zwingen. Seth Hinrichs schnappte sich ein ums andere Mal den Rebound und verwandelte sicher. Er erzielte seine am Ende zwölf Punkte allesamt in der ersten Halbzeit. In die Kabinen ging es beim Zwischenstand von 39:37 für die Ritter.

Wie zuvor vermutet, gestalteten beide Mannschaften das Spiel enorm ausgeglichen. Dies sollte sich im dritten Viertel etwas ändern. Die Ritter erhöhten nochmals die Drehzahl in der Verteidigung und zwangen nun ihrerseits die Academics zu vielen leichten Ballverlusten. Nur elf Punkte erlaubte die Kirchheimer Defensive dem Gegner im dritten Viertel. Offensiv lief zwar auch diesmal nicht alles rund, doch es genügte, um den Vorsprung zwischenzeitlich auf über zehn Punkte zu erhöhen. Heidelbergs Trainer Frenkie Ignjatovic stoppte den Lauf mit einer Auszeit.

Die Heidelberger hielten das Spiel danach weiter spannend, obwohl die Knights einen knappen Vorsprung verteidigten. Der Schlussabschnitt musste die Entscheidung bringen und auch hier behielten die Kirchheimer die Nerven. Immer wieder fanden die Ritter die richtige Antwort auf Heidelberger Korberfolge. Kapitän Andreas Kronhardt übernahm in dieser entscheidenden Phase des Spiels Verantwortung. Ein spektakuläres Anspiel auf Jonathon Williams und ein verwandelter Freiwurf sorgten für Entspannung auch unter den Kirchheimer Fans auf den Tribünen.

Die Academics hatten dem am Ende nichts mehr entgegen zu setzen. Die Teckstädter brachten den Sieg routiniert über die Runden. „Die Playoffs beginnen bei Null. Jedes Spiel ist enorm wichtig und für uns ist der heutige Sieg ein wichtiger Schritt, “ sagte Knights-Trainer Mai nach Spielende. Bereits am Sonntag geht es für die Ritter nach Heidelberg. Das Spiel am Olympia-Stützpunkt beginnt um 17 Uhr.