Lokalsport

Der Feldberg bietet einen Lichtblick

Mountainbike Luca Schwarzbauer ist bei der Premiere des Rothaus Bike Giro im Schwarzwald bester U23-Fahrer im internationalen Starterfeld. Von Erhard Goller

Bestimmte lange das Tempo an der Spitze: Der Reuderner Luca Schwarzbauer (vorne) verzeichnete im Schwarzwald einen sachten Aufwä
Bestimmte lange das Tempo an der Spitze: Der Reuderner Luca Schwarzbauer (vorne) verzeichnete im Schwarzwald einen sachten Aufwärtstrend.Foto: Erhard Goller

Auf dem zwölften Platz hat der Reuderner Luca Schwarzbauer den viertägigen Rothaus Bike Giro im Hochschwarzwald beendet. Für den Biker vom MTB Teck war das wieder mal ein Lichtblick. Der Samstag war ein Tag des Leidens für Luca Schwarzbauer, aber ansonsten konnte man in Grafenhausen und am Feldberg den Eindruck gewinnen, dass der 20-Jährige im Hochschwarzwald wieder richtig Spaß hatte an seinem Sport.

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Als Neunter beim 15,5 Kilometer langen Zeitfahren startete er am Donnerstag bei regnerischen Bedingungen in das neue Rennformat, das die Nachfolge der Trans-Schwarzwald angetreten hat. Das war schon mal ganz gut, doch am Freitag hatte er dann seinen überzeugendsten Auftritt. Auf den 65,4 Kilometern mit Start und Ziel in Grafenhausen-Rothaus sah man Luca Schwarzbauer in der mal fünf, später dann sieben Fahrer großen Spitzengruppe an vorderster Position mutig aufs Tempo drücken. „Mir ging es richtig gut“, blickte er im Ziel auf die Etappe zurück.

Von den letzten drei Kilometern einmal abgesehen, als es noch einmal eine Rampe hochging, in der sich beim Reuderner Wadenkrämpfe einstellten. Er kämpfte sich mit nur 39 Sekunden Rückstand auf Etappensieger Julian Schelb (Münstertal) als Sechster ins Ziel und ging auch als Gesamt-Sechster in den dritten Tagesabschnitt mit Start und Ziel am Feldberg.

Auf der Königsetappe mit ihren 76,6 Kilometern und vielen Single­trails quälten ihn allerdings Rückenprobleme, die von einer veränderten Sitzhöhe herrührten. „Ich habe ein paar Tage zuvor den Sattel etwas verstellt und hatte dadurch eigentlich mehr Druck. Aber die ungewohnte Sitzposition hat sich heute gerächt“, gestand Schwarzbauer.

So fiel er beim Etappensieg von Simon Stiebjahn (3:12:47) als Neunzehnter der Tageswertung mit mehr als zehn Minuten Rückstand auf Gesamtposition 13 zurück. Am Sonntag konnte er das noch mal etwas korrigieren und sich mit Tagesplatz 13 noch um einen Platz verbessern. „Der Rücken war heute besser, ich musste aber kämpfen“, meinte Schwarzbauer. „Schade wegen Samstag, aber insgesamt bin ich zufrieden.“

Er sei für die steilen Berge einfach zu schwer. „Auf den weniger steilen Abschnitten habe ich mich jedoch sehr stark gefühlt“, meinte Schwarzbauer, der mit seinem zwölften Gesamtrang 15:34 Minuten langsamer war als Sieger Simon Stiebjahn (8:03:57), aber bester U23-Biker im internationalen Feld. Und: 19 Weltranglistenpunkte nahm er von der höchsten Erhebung Baden-Württembergs auch noch mit.

Morath dominiert weibliche Konkurrenz

Bei den Frauen gelang es Adelheid Morath vom Team BikeSportWear ihre Führung auf der letzten Etappe zu verteidigen. Allerdings erlebte sie einen harten Arbeitstag, um sich gegen die erneut stark fahrende Clarissa Mai (SC Hausach) behaupten zu können. Mai fuhr wie entfesselt und lag nach 38 Rennkilometern bereits 1:23 Minuten vor Morath. Dieser Abstand blieb dann allerdings konstant, sodass Mai zwar in 2:36:58 Stunden den Tagessieg einfuhr, aber den Gesamtsieg von Morath in 9:51 Stunden nicht mehr gefährden konnte. Erstmals durfte sich Jacqueline Dietrich (Team Stuttgart) als Tagesdritte mit 4:19 Minuten Rückstand über einen Platz auf dem Podium freuen.pm