Lokalsport

Der flotte Beat beflügelt zu Topleistungen

Leichtathletik Kathrin Sigel und Alexander Niemela von der LG Teck sorgen bei den Landesmeisterschaften und dem Soundtrack-Meeting für Glanzlichter. Von Martin Moll

Licht und Schatten: Nachdem sie überraschend Bronze im Hochsprung gewonnen hatte, musste Kathrin Sigel im Weitsprung nach drei u
Licht und Schatten: Nachdem sie überraschend Bronze im Hochsprung gewonnen hatte, musste Kathrin Sigel im Weitsprung nach drei ungültigen Versuchen die Segel streichen. Foto: Ralf Görlitz

Bei den baden-württembergischen U20-Meisterschaften im Rahmen des internationalen „Soundtrack-Meetings“ in Tübingen hat Kathrin Sigel von der LG Teck überraschend Bronze im Hochsprung gewonnen. Kurz darauf pulverisierte Alexander Niemela (LG Teck) seine 5 000-Meter-Bestzeit und unterbot dabei die geforderte Norm für die deutschen Meisterschaften deutlich.

Der Ochsenwanger hatte bewusst die 3 000 Meter bei den parallel stattfindenden Landesmeisterschaften ausgelassen. Grund: Der 17-Jährige wollte unbedingt die letzte Chance nutzen, sich noch für die deutschen U20-Meisterschaften Ende Juli in Rostock zu qualifizieren. Dafür musste Niemela 15.45,20 Minuten laufen. Vielleicht war es der am Streckenrand von einem DJ aufflammende flotte Beat, der Niemela in dem Abendrennen zu einer fulminanten Bestzeit inspirierte. Denn seine Bestzeit aus dem vergangenen Jahr pulverisierte der LG-Teck-Läufer gleich um 62 Sekunden auf 15.35,51 Minuten. Dies war hinter dem Sieger Alexander Hirschhäuser (ASC Breidenbach/15.22,04) Platz vier.

Bei den Männern unterbot Lukas Eisele (LG Filder/Nellingen) über die gleiche Strecke ebenfalls seine Bestzeit um 3,41 Minuten auf 14:14,22 Minuten (6. Platz).

In das internationale Leichtathletik-Meeting waren die baden-württembergischen Meisterschaften der U20 eingebunden. Für Kathrin Sigel (LG Teck) lagen Erfolg und Misserfolg nah beieinander. Die 18-Jährige überquerte im Hochsprung locker 1,64 Meter, ehe sie nur um Haaresbreite an 1,68 Meter scheiterte. Wäre die Latte wie bei ihren Höhen über 1,50, 1,55, 1,60 und 1,64 Meter, die sie alle im ersten Versuch übersprungen hatte, liegen geblieben, wäre Sigel baden-württembergische Meisterin geworden. So wurde sie immerhin Überraschungs-Dritte hinter Jördis Kriegel (SV Winnenden) und Adeline Haisch (LG Region Karlsruhe), die jeweils die 1,68 Meter knackten.

Zwei Stunden später kam für Kathrin Sigel beim Weitsprung (Bestleistung 5,48 Meter) nach drei übertretenen Absprüngen frühzeitig das Aus. Zu einer Medaille hätte es wahrscheinlich nicht gereicht, doch nach ihrer Bänderverletzung vor vier Wochen und ihren 5,33 Metern beim Einstiegswettkampf vergangene Woche bei den Kreis-Teamwettkämpfen in Weilheim, wollte Sigel eigentlich die 5,50 Meter in Angriff nehmen. In einem spannenden Wettkampf siegte Titelverteidigerin Lena Stäbler (LG Filder/Denkendorf) mit 5,74 Metern vor der weitengleichen Naemi Benzinger (LAZ Ludwigsburg). Stäbler hatte aber mit 5,70 Metern den besseren zweiten Versuch. Dritte wurde Michelle Grabar (SV Mariazell) mit 5,72 Metern.

Die gleiche Anlaufunsicherheit wie im Weitsprung zeigte Sigel tags darauf auch im Dreisprung, in dem sie mit 10,45 Metern den siebten Platz belegte. Bestleistung mit 13,04 Metern (dritter Platz) sprang Lukas Löw (LG Filder/Köngen).

Die 4 x 100 Meter-Staffel der LG Teck in der Besetzung Ann-Kathrin Rieker, Kathrin Sigel, Anna Schneider und Emely Schäfer kam in 52,56 Sekunden nicht an die vor einer Woche gelaufene Bestzeit von 51,65 Sekunden heran und wurde Neunte.

Klasse Zeiten liefen über 200 Meter Lena Stäbler (LG Filder) in 25,26 Sekunden (Platz zwei) und Tobias Ferreira (LG Filder/Nellingen) über 800 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 1.51,10 Minuten. Meisterin im Kugelstoßen wurde die Esslingerin Lea Riedel (LG Filder) mit 14,90 Metern.

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