Lokalsport

Der Gegner ist im Stimmungshoch

Kreisliga-A-Spitzenreiter VfL Kirchheim soll „Reaktion zeigen“ – SF Dettingen ebenfalls auswärts

Dieser Donnerstag könnte lokale Fußball-Weissager vorerst beschäftigungslos machen: Im Fernduell zwischen dem VfL Kirchheim und den SF Dettingen um die Kreisliga-A-Meisterschaft ist eine Vorentscheidung möglich. Beide Teams stehen vor anspruchsvollen Aufgaben.

Gefährliche Torraum-Szenen wie diese waren gegen Nürtingen am Sonntag Mangelware. Morgen braucht Spitzenreiter VfL Kirchheim in
Gefährliche Torraum-Szenen wie diese waren gegen Nürtingen am Sonntag Mangelware. Morgen braucht Spitzenreiter VfL Kirchheim in Grafenberg dringend wieder ein Erfolgserlebnis.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Oliver Klingler gehört zu den erfahrensten Akteuren in der hiesigen Fußballszene. Deshalb weiß der Routinier, was die Uhr geschlagen hat. Angesichts des schwindenden VfL-Polsters vor dem frecher werdenden Rivalen aus Dettingen scheut der Kirchheimer Abteilungsleiter keine klaren Worte. „Ich will von unserer Mannschaft beim Spiel in Grafenberg eine Reaktion sehen“, lautet seine klare Ansage.

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Das „blutleere 0:0“ (Klingler) gegen den FV 09 Nürtingen II am vergangenen Sonntag war ein echter Launekiller an der Jesinger Allee. Noch haben die Kirchheimer zwar ein Fünf-Punkte-Plus vor den Sportfreunden, jene sind freilich noch mit einer Partie in Rückstand. Der kommende VfL-Gegner dagegen ist im Stimmungshoch. Mit dem 7:0 beim wahrscheinlichen Absteiger FC Frickenhausen II ist der Klassenverbleib mit 39 Punkten so gut wie sicher. Allerdings offenbarten die Grafenberger beim klaren Sieg in Frickenhausen auch Schwächen. Die Gastgeber waren zwischenzeitlich dem 1:3 näher als der TSVG dem vierten Tor. Erst die Einwechslung des A-Juniors Frieder Geiger und dessen Rekord-Hattrick (drei Tore binnen 200 Sekunden) sorgten für klare Verhältnisse. Es ist damit zu rechnen, dass das Grafenberger Talent auch gegen den VfL mindesten ein paar Minuten ran darf – und dann könnte es im Kirchheimer Strafraum unruhig werden.

Die Dettinger Fußballer haben am Donnerstagnachmittag mit dem Ziel Bempflingen eine ganz ähnliche Fahrtrichtung wie die Kirchheimer Kollegen. Der TV Bempflingen arbeitet sich im Schneckentempo Richtung Klassenerhalt vor. Mit 36 Punkten ist das Ziel zum Greifen nah, auch wenn das TVB-Trainerteam mit der etwas leidenschaftslosen Vorstellung beim 0:0 in Nabern alles andere als zufrieden war.

Jene Naberner müssen am Donnerstag beim Duell gegen den TV Neidlingen auf Diaz Oelkrug (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Beim zweiten Heimspiel binnen vier Tagen möchten SVN-Trainer Viktor Oster und der Sportliche Leiter, Axel Maier, vor allen Dingen mehr zwingende Offensivaktionen ihres Teams sehen. „Gegen Bempflingen waren Chancen nämlich eher Mangelware“, betont Maier. Die Naberner könnten bei einem Sieg ihren jüngsten Aufwärtstrend auch tabellarisch krönen: Germania Schlaitdorf (einen Punkt vor dem SVN auf Tabellenplatz elf) steht gegen den Tabellendritten TSV Raidwangen vor anstrengenden Minuten.

Im Abstiegskampf hat der TSV Holzmaden gegen den FC Frickenhauen II eine vermeintlich leichte Aufgabe zu lösen. Doch FCF-Spielertrainer Antonio Portale, mit dessen Einsatz durchaus zu rechnen ist, will Rehabilitierung für die jüngste 0:7-Klatsche gegen Grafenberg. Die mit dem TSVH punktgleichen Unterlenninger spielen gegen den TSV Jesingen. Zumindest rechnerisch ist für das Team von Klaus Müller noch Relegationsplatz zwei drin. Dies funktioniert allerdings nur, falls die Dettinger Sportfreunde noch einige Male patzen und der TSVJ andererseits Aufgaben wie in Unterlenningen erfolgreich gestaltet. Bei den Unterlenningern fehlt Ralf Lehmann (Gelb-Rot-Sperre).

Absteiger TG Kirchheim empfängt im drittletzten Heimspiel der Saison den TSV Altdorf. Es ist der 26. Versuch der Turngemeinde, den ersten Saisonsieg zu landen.