Lokalsport

Der Gipfel auf den Fildern

Handball-Bezirksliga Zwischen Spitzenreiter Bernhausen und dem VfL Kirchheim geht es heute Abend um die Frage, wer in der Liga künftig den Ton angibt.

Brauchen heute in Bernhausen das passende Konzept: Trainer Engelbert Eisenbeil und seine VfL-Handballer.Foto: Markus Brändli
Brauchen heute in Bernhausen das passende Konzept: Trainer Engelbert Eisenbeil und seine VfL-Handballer.Foto: Markus Brändli

Nur drei Teams gibt es in der Handball-Bezirksliga, die erst eine Niederlage auf dem Konto haben. Zwei davon treffen heute Abend (19.45) im direkten Vergleich aufeinander. Das Eichenkreuz-Team aus Bernhausen empfängt den Pokalschreck VfL Kirchheim zum Top-Duell in der Bezirksliga. Heute muss sich zeigen, wer der wahre Favorit auf Aufstieg und Titel ist. Lediglich der SG Lenningen und dem TuS Stuttgart gelang es, dem Spitzenreiter aus Bernhausen bisher Punkte abzuknöpfen. Ebenfalls nur drei Minuspunkte hat der VfL, der zwei Spiele weniger absolviert hat und im achten Saisonspiel bereits zum sechsten Mal auswärts antreten muss. Die Kirchheimer, deren Heimstärke bekannt ist, verfügen also über die größeren Reserven.

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Heute Abend heißt es: die vielleicht beste Abwehr (VfL) gegen eine der stärksten Offensiven (EK) der Liga. Der VfL musste bisher selten mehr als 22 Gegentreffer einstecken. Trainer Engelbert Eisenbeil hat seine Mannschaft nach einem spielfreien Wochenende gut aufs Spitzenspiel eingestellt und kann auf seine stärkste Formation vertrauen. Lediglich hinter Marcel Metzger, der mit anhaltenden Schulterproblemen kämpft, steht noch ein kleines Fragezeichen.

Spielfrei hatte zuletzt auch die SG Lenningen. Das heutige Heimspiel (20 Uhr) gegen den SV Vaihingen hat es nicht minder in sich. Daher kam die Spielpause den verletzungsgeplagten Lenningern wie gerufen. Die Sorgen bleiben: Schopp und Haid werden weiter fehlen, Torhüter Raphael Bezold steht kurz vor seiner Rückkehr, ihm fehlt jedoch die Spielpraxis.

„Vaihingen ist ein unangenehmer Gegner“, urteilt SG-Trainer Peter Schmauk. „Wollen wir gewinnen, müssen wir die gleiche Einstellung an den Tag legen wie gegen Weilheim.“ Der Spieltag birgt immerhin die Chance, angesichts des zeitgleich stattfinden Duells in Bernhausen einen der beiden hartnäckigsten Konkurrenten hinter sich zu lassen. Schmauk will sich von der Tabelle nicht täuschen lassen. Der SV Vaihingen verlor seine Spiele - unter anderem gegen Owen, Bernhausen und Kirchheim - nur äußerst knapp. Die Mannschaft hat also Potenzial.

Owen beim Schlusslicht

Die vermeintlich leichteste Aufgabe stellt sich morgen dem TSV Owen, der beim Tabellenschlusslicht TG Nürtingen zu Gast ist (17 Uhr, Theodor-Eisenlohr-Sporthalle). Auch der TSV pausierte zuletzt, hatte also Zeit, die Akkus aufzuladen. Nach Verletzungssorgen und der knappen Niederlage in Denkendorf wollen die Gelben Platz drei festigen. Die noch punktlosen Neckarstädter scheinen da gerade recht zu kommen.

Auf die leichte Schulter nehmen sollten Steffen Klett und seine Mannschaft den Laternenträger jedoch nicht. Die TG ist nach der Rückkehr von Maurice Kuchenbaur deutlich stärker einzuschätzen und muss unbedingt punkten. Bei Owen fehlen wird weiterhin Moritz Thum. Ansonsten ist der Kader komplett.

Wie man gegen die TG Nürtingen gewinnt, hat zuletzt der TSV Weilheim gezeigt. Morgen trifft die Weiss-Sieben mit dem TSV Wolfschlugen 2 auf den nächsten Konkurrenten im Abstiegskampf (13.30 Uhr, Sporthalle Wolfschlugen). Nach dem Sieg gegen die TG ist die Zuversicht unter der Limburg gewachsen, auch wenn Martin Weiss feststellt: „Das war keine überzeugende Leistung. Wir müssen endlich konstanter werden.“ Gemeint ist die kritische Phase nach der Pause, als die TG, die zur Pause mit fünf Toren zurücklag, bis auf ein Tor aufholte und das Spiel zu kippen drohte.

Nach Pluspunkten liegt Wolfschlugen gleichauf, hat allerdings zwei Partien weniger gespielt. Es ist bereits eine Art Schicksalsspiel: Beide Mannschaften müssen gewinnen. Ob Patrick Seyferle für die Weilheimer wird auflaufen können, steht noch nicht fest. Er hat sich im vergangenen Spiel am Daumen verletzt.jm/as/ras/pa

So wollen sie spielen

VfL Kirchheim: Pisch, O. Latzel, Pradler, Hamann, Real, S. Latzel, Böck, Sadowski, Rudolph, Schwarzbauer, Merkle, Mikolaj, Metzger, Habermeier, Keller

SG Lenningen: Lamparter, Bezold, Nebenführ, Rieke, Renz, Schmid, O. Ringelspacher, Austen, Bächle, T. Trenkle, M. Trenkle, Pisch

TSV Owen: Carrle, F. Einselen - B. Klett, Bäuchle, M. Raichle, Kerner, S. Klett, C. Einselen, Bittner, H. Raichle, Köbel

TSV Weilheim: Illi, Latzel; Driesnack, Klett, Seyferle, Hiller, Höferer, Roth, Banzhaf, Auweter, Klein, T. Sigel, S. Sigel, Späth, Stark