Lokalsport

Der Klassenerhalt aus eigener Kraft hat Priorität

Tischtennis Der VfL Kirchheim startet am Samstag in die neue Oberligasaison, an deren Ende möglichst der Verbleib in der fünfthöchsten Spielklasse stehen soll. Von Jan Eder

Klare Ansage: Michael Klyeisen (links) Simon Gessner peilen in der Oberliga den Klassenerhalt an. Foto: Genio Silviani
Klare Ansage: Michael Klyeisen (links) Simon Gessner peilen in der Oberliga den Klassenerhalt an. Foto: Genio Silviani

Nach dem äußerst glücklichen Verbleib in der Oberliga greifen die Tischtennis-Cracks des VfL Kirchheim am kommenden Samstag wieder an. In mehr oder weniger unveränderter Aufstellung sollen vor allem in den Partien mit den direkten Konkurrenten um das Oberliga-Ticket 2019, die Punkte für den Klassenerhalt eingefahren werden.

Der Spielplan hält für den VfL zum Saisonauftakt denselben Gegner wie im Vorjahr parat. Beim VfR Birkmannsweiler, der erneut ganz weit oben in der Abschlusstabelle zu finden sein dürfte, können die Teckstädter frei aufspielen.

Mit welchem Sextett der VfL sein erstes Saisonspiel bestreiten wird, entscheidet sich erst kurzfristig. Studienbedingte Verpflichtungen, internationale Wettkämpfe oder auch familiäre Gründe zwingen dem Team hin und wieder ein verändertes Aussehen auf. Mit dem Neu-Kirchheimer Markus Holzer, Jan Eder oder auch Sven Körner und Patrick Müller aus der Landesliga-Truppe ist jeweils für Ersatz gesorgt.

Gerade Markus Holzer, der bereits Bayernliga- und auch Verbandsklassenerfahrung sammeln konnte, dürfte aufgrund seiner spielerischen Finesse auch den Zuschauern Freude bereiten. Spitzenspieler Sanmay Paranjape konnte seinen internationalen Turnierkalender ebenfalls so gestalten, dass er den VfL in den vermeintlich wichtigen Spielen um den Klassenerhalt unterstützen wird. Und auch Simon Gessner, Matthias Gantert, Michael Klyeisen, Klaus Hummel und Patrick Strauch haben dem gemeinsamen Ziel („Klassenerhalt aus eigener Kraft“) erste Priorität beigemessen und trainieren mit Coach Matthias Landfried auf dieses Ziel hin.

Die Aufstellungen der einzelnen Teams versprechen einen enorm starken Mittelblock mit einzelnen Mannschaften, die in Bestbesetzung durchaus den ausgemachten Favoriten aus Satteldorf, Birkmannsweiler und Ettlingen gefährlich werden können.

Jedoch spielen die Tagesform, die jeweilige Aufstellung und die Rahmenbedingungen wie Bälle, Tische und Boden eine gravierende Rolle. Dadurch, dass derzeit noch so viele unterschiedliche Plastikbälle von den Oberliga-Mannschaften zum Einsatz kommen, sind Tops aber auch Flops vorprogrammiert.

Hoffen auf Fan-Unterstützung

Die größten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg sind nach VfL-Lesart der TTC Gnadental und Aufsteiger Ketsch. „Wir geben auf alle Fälle in jedem Spiel alles. Schließlich kann es am Ende wieder extrem knapp zugehen und eventuell entscheidet gar das Spielverhältnis“, resümiert Simon Gessner. „Wichtig dürfte auch wieder die Hallenatmosphäre bei den Heimspielen im LUG sein. Davon haben wir vergangene Saison schon deutlich profitiert und hoffen auch in der kommenden Spielzeit auf diese Unterstützung“, betont Routinier Klaus Hummel.

Materialexperte warnt

Ball, Tisch und Boden: Wie sehr diese Kombination einzelnen Mannschaften einen Heimvorteil bescheren kann, wird sich zeigen. Die den jeweiligen Gegnern zugeordneten Spielbälle haben die VfL-Verantwortlichen bereits für die Trainingstage vor den Matches organisiert. „Allein die Tatsache, dass man sich vereinzelt mehr auf den Ball und weniger auf den Gegner einstellen muss, macht es hin und wieder sehr schwer, seine absolute Bestleistung abzurufen“, weiß VfL-Kapitän und Materialexperte Patrick Strauch.jce

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