Lokalsport

Der Knoten soll endlich platzen

Fußball Die ­Wendlinger Frauen kämpfen als Schlusslicht ab morgen um den Klassenerhalt in der Verbandsliga.

Im Vorwärtsgang: Jana Bestenlehner (am Ball) und die TSVW-Frauen wollen die Trendwende. Foto: Mirko Lehnen
Im Vorwärtsgang: Jana Bestenlehner (am Ball) und die TSVW-Frauen wollen die Trendwende. Foto: Mirko Lehnen

Wendlingen. Wenn das Wetter mitmacht, endet am morgigen Sonntag auch für die Fußballfrauen in der Verbandsliga die Winterpause. Schlusslicht TSV Wendlingen erwartet um 13 Uhr den ebenfalls stark abstiegsgefährdeten Vordermann SV Granheim zum Nachholspiel. „Ich hoffe, dass der Knoten platzt“, sagt TSVW-Spielleiter Uwe Starz, „aber ich bin zuversichtlich. Die Stimmung ist gut und die Vorbereitung wesentlich besser gelaufen als im Sommer.“

Während die noch immer sieglosen Wendlingerinnen die Hoffnung auf den Klassenverbleib noch nicht aufgegeben haben, mischt der FV 09 Nürtingen an der Tabellenspitze mit. Zwei Zähler hinter Spitzenreiter TSV Frommern liegt die Elf von Trainer Luis Domingos punktgleich mit dem Zweiten SpVgg Stuttgart-Ost auf Rang drei. Die Nürtingerinnen haben noch eine Woche Zeit für den Feinschliff, ehe es nach Stuttgart-Ost geht.

TSVW: kein Lehrgeld mehr zahlen

„So lange es rechnerisch möglich ist, geben wir Gas und versuchen alles, um in der Verbandsliga zu bleiben“, verspricht Wendlingens Spielleiter Uwe Starz. Nach zwei Aufstiegen in Folge ist der Neuling an seine Grenzen gestoßen. „Wir haben viele Spiele knapp verloren“, blickt der TSVW-Funktionär zurück, „aber wenn man zweimal hintereinander aufsteigt, muss man halt Lehrgeld bezahlen.“ In den meisten Spielen habe die Mannschaft 60, 70 Minuten gut mitgehalten, in der Schlussphase aber Tore kassiert. „Unserer jungen Mannschaft fehlt die Erfahrung, die anderen Teams waren cleverer als wir“, stellt Starz fest, „das Pendel hätte in der einen oder anderen Partie aber auch zu unseren Gunsten ausschlagen können.“

Hat es aber nicht, was der TSVW-Spielleiter mit auf eine große Verletztenmisere zurückführt. Das Pech haftet den Wendlingerinnen immer noch an den Stiefeln, denn Torhüterin Alin Kurutz und Abwehrspielerin Selina Stenzel müssen beim Auftakt gegen Granheim wegen Knieproblemen passen. Also muss wieder Lisa Wager zwischen die Pfosten, eine Spielerin, die der Elf von Trainer Martin Bestenlehner an anderer Stelle natürlich schmerzlich fehlt.

Dennoch gehen die Wendlingerinnen voller Optimismus in die zweite Halbserie. „Es sind noch 36 Punkte zu vergeben“, sagt Uwe Starz, „natürlich glauben wir noch daran, das Klassenziel zu erreichen.“ Gut vorbereitet sei die Mannschaft. Im Gegensatz zum Sommer, als alle Testspiele verloren wurden, hat der TSVW über die Winterpause keines verloren und zwei Siege und ein Remis eingefahren. „Das ist sehr positiv“, ist Starz vor dem wegweisenden Start morgen gegen Granheim zuversichtlich.Uwe Bauer

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