Lokalsport

Der Neuling verkauft sich teuer

Volleyball Im ersten Spiel der Oberliga­saison verliert die SG Volley Neckar-Teck zwar gegen den VfL Sindelfingen, bietet dem Titelanwärter aber lange Paroli.

Kein Durchkommen für Manuel Babinger: Der VfL Sindelfingen war für die SG am Ende eine Nummer zu groß. Foto: Genio Silviani
Kein Durchkommen für Manuel Babinger: Der VfL Sindelfingen war für die SG am Ende eine Nummer zu groß. Foto: Genio Silviani

Mit einer 1:3-Niederlage ist die SG Volley Neckar-Teck in die neue Oberligasaison gestartet. Gegen Titelaspirant VfL Sindelfingen konnte der Neuling allerdings lange Zeit überzeugen. Neben einer guten spielerischen Leistung, freuten sich die Volleyballer auch über bewährten Beistand an der Seitenlinie. Ex-Trainer Christoph Sick stand spontan am Spielfeldrand und coachte das Team bei seinem Oberliga-Debüt.

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Nach einer nicht ganz optimalen Saisonvorbereitung startete die SG ohne Angst gegen den Oberligadritten der Vorsaison. Aufmerksam in der Abwehr, gelang es den Hausherren immer wieder, die Angriffe des Gegners abzuwehren und selbst zu punkten. Auch die harten Sprungaufschläge des ehemaligen Bundesligaspielers Sven Metzger wurden von SG-Abwehrchef Jakob Krenn entschärft und anschließend gewinnbringend im Feld des VfL untergebracht. Durch ein variables Zuspiel und nahezu fehlerfreie Angriffe, gelang es dem Oberliga-Neuling einen Vier-Punkte-Vorsprung zu erzielen, den die Mannschaft bis zum 25:21 halten konnte. Durchaus überraschend aber aufgrund der Spielweise keinesfalls unverdient, legte die SG damit vor.

Der zweite Satz startete weniger erfolgreich. Wieder setzten starke Aufschläge die Annahmespieler der SG unter Druck. So verlor die Mannschaft den Anschluss an den VfL, der bis zum Ende des Durchgangs nicht wieder eingeholt werden konnte - 21:25. Ähnlich verlief auch der dritte Durchgang, den die Gäste erneut mit 25:21 gewannen.

Im vierten Satz gab die SG nochmals Gas und erspielte sich bis zur Mitte des Durchgangs einen Vier-Punkte-Vorsprung. Allerdings wurde der Heimmannschaft gegen Ende des Spiels etwas der Wind aus den Segeln genommen, als der Schiedsrichter bei einem Block vonseiten der SG zugunsten des Gegners entschied - ein diskussionswürdiger Pfiff, der die Heimsechs etwas aus dem Konzept brachte.

Sindelfingen nutzte die Gelegenheit und punktete. Während die SG den ersten Matchball noch abwehren konnte, scheiterte der letzte Angriff am Sindelfinger Block. Das 24:26 war gleichbedeutend mit der 1:3-Niederlage.

Spätestens nach den Gesprächen mit den Zuschauern war der Frust über den knapp verpassten Punktgewinn aber schon wieder verflogen. „Von allen Seiten haben wir Lob und Anerkennung für die Leistung gegen das Spitzenteam bekommen“, freute sich Sprecher Stephan Lehmann stellvertretend für seine Teamkollegen. leh

SG Volley Neckar-Teck: Babinger, Benz, Dokla, Hommel, Keck, Krenn, Metzenthin, Scheibe, Lehmann

Am Samstag geht‘s zum Fast-Absteiger

Der nächste Gegner der SG dürfte unter die Kategorie „schlagbar“ fallen: Der SV Remshalden entging in der vergangenen Saison dem Abstieg aus der Oberliga erst am letzten Spieltag. Das Duell der neu gegründeten SG mit dem Team aus dem Rems-Murr-Kreis, steigt am kommenden Samstag ab 19 Uhr in der Remshaldener Sporthalle.