Lokalsport

Der Primus wackelt

Tischtennis-Verbandsliga: VfL verliert 6:9 gegen Gnadental

Die Überraschung stand kurz bevor, aber letzten Endes hat sich Tischtennis-Verbandsligist VfL Kirchheim Ligaprimus TTC Gnadental nach spannendem Spielverlauf 6:9 geschlagen geben müssen.

Michael Hohl in Jubelpose: Der Kirchheimer Nummer vier gelang im mittleren Paarkreuz ein Sieg. Foto: Daniel Kopatsch
Michael Hohl in Jubelpose: Der Kirchheimer Nummer vier gelang im mittleren Paarkreuz ein Sieg. Foto: Daniel Kopatsch

Kirchheim. „Zwischenzeitlich wäre ich sogar mit einem 8:8 zufrieden gewesen“, musste selbst Gästespieler Uwe Zeisberger nach seinem nicht unbedingt zu erwartenden Sieg gegen den bislang ungeschlagenen VfL-Crack Christian Übelhör bekennen. Er setzte den Schlusspunkt unter eine spannende Verbandsligabegegnung, die im Tabellenführer TTC Gnadental einen glücklichen Sieger fand.

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Zuvor hatte die Führung mehrfach gewechselt und unter den über 30 euphorischen Schlachtenbummlern des VfL keimte Hoffnung auf einen Punktgewinn. Trotz der erhofften 2:1-Führung in den Doppeln, die nach den vergangenen Spieltagen endlich wieder Grund zur Freude bereiteten, läuft es aber bei den Duos Geßner/Hohl und Hummel/Strauch immer noch nicht wirklich rund.

Dass es im vorderen Paarkreuz gegen das starke Gnadentaler Duo wenig Zählbares zu holen gibt, war den Verantwortlichen im Vorfeld klar. Zu guter Letzt wurden Michael Klyeisen und Simon Geßner von Gao Peng und Daniel Horlacher teilweise demontiert. „Ich wollte doch wenigstens mal ein paar Bälle auf den Tisch bringen“, war das zerknirschte Resümee von Klyeisen gegen den chinesischen Abwehrspieler mit außergewöhnlichen Schnittwechselvarianten. Der 34-Jährige aus dem Reich der Mitte war in Jugendzeiten in der Trainingsgruppe mit dem späteren siebenfachen Weltmeister und Olympiasieger Ma Lin und fiel seinerzeit wegen eines verlorenen Spiels der unnachgiebigen Selektion der asiatischen Weltmeisterschmiede zum Opfer. Auch gegen den ehemaligen deutschen Jugendmeister Horlacher, der mit intelligentem Spiel und Übersicht seine Begegnungen bestimmt, konnten die VfL-Youngster nur einen Satz einspielen.

Im mittleren Paarkreuz gelang sowohl Klaus Hummel als auch Michael Hohl gegen Jörn Diemer ein glatter 3:0-Erfolg. Gegen den wiedererstarkten Routinier Ferenc Majer bissen sich jedoch beide die Zähne aus: Der Ungar erinnert mit seinem sicheren beidseitigen Topspin aus der Halbdistanz an seine in den 70er-Jahren erfolgreichen Landsmänner Joyner und Klampar.

Im hinteren Paarkreuz schafften Christian Übelhör und Patrick Strauch in ersten Durchgang gegen Zeisberger und Köhler einen Doppelpack, der zum 5:4-Zwischenstand führte. In guter Hoffnung erwartete somit beim Stand von 6:7 im zweiten Durchgang die VfL-Hinterbank ihre Gegner. Nachdem Zeisberger zuletzt für wenig Furore gesorgt hatte, kämpfte sich dieser gegen Übelhör zu alter Stärke zurück und brachte diesem seine erste Saisonniederlage bei. Auch am Nebentisch gab es einen offenen Schlagabtausch zwischen Strauch und Köhler, welchen der aufstrebende Gästenachwuchsspieler im Entscheidungssatz letztlich für sich entschied.

Am kommenden Samstag empfängt der VfL um 18 Uhr in der neuen LUG-Halle die Spielvereinigung Mössingen, gegen die ebenfalls eine spannende Partie erwartet wird.kh