Lokalsport

Der Regen setzt den Streckenjägern zu

Segelfliegen Bei der 53. Auflage des Hahnweide-Wettbewerbs konnte witterungsbedingt erst an zwei von vier Tagen geflogen werden. Von Lars Reinhold

Warten tut Not auf der Hahnweide: Von vier Wertungstagen haben erst zwei stattfinden können. Foto: Lars Reinhold
Warten tut Not auf der Hahnweide: Von vier Wertungstagen haben erst zwei stattfinden können. Foto: Lars Reinhold

Vier Tage nach Beginn des 53. Hahnweide-Segelflugwettbewerbs haben die 101 Teams ihre ersten Flüge auf der Schwäbischen Alb absolviert. Zur Eröffnung am Samstag war allerdings nur die 18-Meter-Klasse geflogen, und da sich das Wetter ungünstiger entwickelte als erwartet, wurden die Flüge nicht gewertet. „Wir wollten es wenigstens versuchen, aber unter diesen Bedingungen war kein fairer Vergleich möglich“, kommentierte Sportleiter Rainer Rauch von der gastgebenden Fliegergruppe Wolf Hirth. Aus diesem Grund wurde der Tag neutralisiert, wie man in Segelfliegerkreisen einen Abbruch bezeichnet.

Am Sonntag und Montag hingegen lief es besser: Angesichts guter Thermik-Prognosen schrieb die Wettbewerbsleitung für Sonntag ambitionierte Aufgaben von bis zu 750 Kilometern aus - am Ende flogen die meisten Piloten aber erheblich kürzere Strecken, um nach Hause zu kommen und keine Außenlandung zu riskieren. „An richtig guten Tagen geben wir die zu umfliegenden Wendepunkte und damit die Strecke exakt vor, aber wenn die Bedingungen wechselhaft sind, setzen wir sogenannte Wendebereiche, in die jeder Pilot, soweit er es für sinnvoll hält, hineinfliegt und damit seine Streckenlänge variieren und an die Wetterbedingungen anpassen kann. Am Ende zählt bei beiden Aufgaben die höchste erreichte Durchschnittsgeschwindigkeit.“

Die erflog am Sonntag der Australier Matthew Scutter vom Adelaide Soaring Club, der seine Aufgabe von 411 Kilometern mit einem Schnitt von 116,60 km/h bewältigte. Am Montag wurden die Strecken angesichts der Wetterbedingungen wieder etwas kleiner. Der schnellste Pilot des Tages war der Schwede Jim Acketoft, der eine knapp 250 Kilometer lange Strecke mit einem Schnitt von 113,57 km/h flog.

Der gestrige Tag wurde wieder neutralisiert, nachdem der Regen am Morgen alle Hoffnungen auf gutes Flugwetter zunichte gemacht hatte. Auch in den nächsten Tagen werden spannende Luftrennen erwartet, der renommierte Wettbewerb endet am kommenden Samstag.

Impressionen von der Hahnweide können Sie in unserer Mediathek finden.

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