Lokalsport

Der SV Nabern spielt Schicksal

Tischtennis Der Landesligist verbaut Gegner Oberbrüden mit einem 9:5-Heimerfolg den Weg in die Relegation. Der VfL Kirchheim ist künftig mit zwei Teams in der Landesliga vertreten. Von Frank Duerr

Naberns Andrej Plantikow zeigte sich auch am Schluss-Spieltag in blendender Form.Foto: Markus Brändli
Naberns Andrej Plantikow zeigte sich auch am Schluss-Spieltag in blendender Form.Foto: Markus Brändli

Der SV Nabern hat die Saison in der Tischtennis-Landesliga nach einem furiosen Heimsieg auf Platz fünf beendet. Gegen den Tabellenzweiten TSV Oberbrüden gewann die Mannschaft um Kapitän Mike Juretzka vor heimischer Kulisse völlig überraschend mit 9:5 und verbaute dem Gegner aus dem Rems-Murr-Kreis damit den Weg in die Aufstiegsrelegation. Erneut in Topform zeigte sich beim SV Nabern Andrej Plantikow, der sowohl das Startdoppel mit Jakob Baum als auch seine beiden Einzel gegen Heiko Tomaschek und Daniel Quiram gewann. Auch der Mannschaftsführer behielt in seinen Einzeln die Oberhand. Mit seinem zweiten Einzelsieg gegen Oliver Letzgus machte Mike Juretzka den Sack zum siebten Saisonsieg des SVN zu. „Wir freuen uns auf die kommende Saison“, sagt Juretzka. Der Gegner hat heute dazu beigetragen, dass es ein hochklassiges letztes Match wurde mit einer tollen und vor allem fairen Atmosphäre.“

Auch der VfL Kirchheim II ließ dem TTV Burgstetten beim 9:3 keine Chance und wäre beinahe noch an Oberbrüden vorbeigezogen. Die Kirchheimer dürfen mit Platz vier jedoch zufrieden sein. Die Teckstädter legten los wie die Feuerwehr und begruben mit einer frühen 5:0-Führung alle Hoffnungen der Gäste. Dazu trugen klare 3:0-Erfolge von Jürgen Raichle, Haiko Trinkle, Sven Körner und Manfred Scholdt bei.

Kirchheims dritte Mannschaft musste als Meister der Landesklasse am letzten Spieltag erst gar nicht mehr antreten und bekam die Partie gegen die TTF Neckartenzlingen kampflos geschenkt. „Es gab bei uns nur zwei Akteure, die hätten spielen können“, nennt TTF-Sprecher Andreas Kernchen den Grund. „Die Partien unserer zweiten und dritten Mannschaft gehen an diesem Tag vor“. Der VfL Kirchheim darf sich nun über zwei Mannschaften in der Landesliga freuen.

Die „Vierte“ des VfL hat trotz der 3:9-Niederlage gegen die TTF Neckartenzlingen II die Chance, die eigene dritte Garde in der Landesklasse zu ersetzen. Gegner in der Aufstiegs-Relegation sind der TTV Zell II und der TSV Wendlingen II. „Das Potenzial für die Landesklasse ist da, und wir würden es gerne ausschöpfen“, meint Mannschaftsführer Kai Thalheim.

Der SV Nabern IV unterlag in der Gruppe 1 der Bezirksklasse dem Tabellenzweiten SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang deutlich mit 1:9 und landete damit am Ende de auf Rang vier. Lediglich Necdet Mantar bezwang im letzten Spiel seinen ehemaligen Kollegen Franco Sciata in fünf Sätzen.

Naberns „Dritte“ hält die Spitze

Der SV Nabern III feiert den Meistertitel in der Gruppe zwei der Bezirksklasse. Mit einem 9:3-Erfolg gegen den TSV Jesingen und einem 8:8-Unentschieden beim VfL Kirchheim V verteidigte die Mannschaft von Bernhold Guth mit einem Punkt Vorsprung vor den TTF Neuhausen III ihre Führung in der Tabelle. Guth fand: „Besonders die jungen Spieler hatten in den beiden letzten, entscheidenden Spielen großen Anteil am Aufstieg.“ Der TSV Jesingen muss hingegen den Weg in die Kreisliga A antreten. Insgesamt kamen die Jesinger in zwanzig Partien auf nur acht Punkte und steigen damit auf direktem Weg ab. Kleiner Trost: Die dritte und die vierte Mannschaft des TSVJ steigen als Meister der Kreisligen C im Gegenzug jeweils in die Kreisliga B-Gruppen auf.

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