Lokalsport

Der TTC zieht die Notbremse

Tischtennis Mit Ablauf der Saison zieht sich der TTC Frickenhausen aus der 2. Bundesliga und damit aus dem Profisport zurück.

Tischtennis
Symbolbild

Frickenhausen. „Das ist eine brutale Entscheidung und tut uns allen in der Seele weh!“, gesteht TTC Manager Jürgen „Max“ Veith niedergeschlagen. Doch die jetzt bekannt gewordene Entscheidung traf das Präsidium des TTC Shakehands Frickenhausen einstimmig: Mit Ende der laufenden Saison zieht sich das langjährige Tischtennis-Aushängeschild des „Täles“ aus finanziellen Gründen aus der zweiten Bundesliga zurück. „Mit Namenssponsor Shakehands und der Firma OSG brechen uns zwei Großsponsoren weg, außerdem ziehen sich auch mehrere kleinere Partner zurück - da ist an Bundesliga-Tischtennis nicht mehr zu denken“, erklärt der TTC-Manager. Beim finanziellen Aspekt ist aber nicht nur der Rückgang von Sponsoring-Einnahmen ein Schlag ins Kontor, sondern in großem Maße auch die gestiegenen Kosten für Berufsgenossenschaft, Sozialabgaben und die Beiträge zur Künstlersozialkasse. „Im semi-professionellen Bereich gibt es keine Differenzierung gegenüber Profi-Clubs. Wir werden gleich behandelt wie Bayern München oder der VfB Stuttgart“, legt „Max“ Veith den Finger in die Wunde, „das ist ein absoluter Witz!“

In welcher Klasse die Herren in der nächsten Saison aufschlagen werden, ist noch nicht entschieden. Die Entscheidung hängt von den Gesprächen ab, die jetzt geführt werden. Der Verein kann sich für die Sondierung noch bis Ende Mai Zeit lassen.

Künftig will der 1971 gegründete TTC sein Hauptaugenmerk auf die Damen richten. Die „Erste“ von vier Damenmannschaften spielt derzeit in der Oberliga. „Im weiblichen Bereich haben wir einige junge Spielerinnen, die gefördert werden sollen, angeführt von Lea Lachenmaier und Christine Thiemann“, sieht Manager Veith das künftige Potenzial, „vielleicht mal wieder in die Regionalliga aufzusteigen, da waren wir ja schon.“

Aber mit hochklassigem Herren-Tischtennissport und Bundesliga-Luft ist es ab nächster Saison definitiv vorbei. Die letzten zwei Spieltage, quasi den Abgesang im Erich-Scherer-Zentrum gegen den TTC OE Bad Homburg und den TTC Fortuna Passau, werden die treuen Zuschauer mit Wehmut erleben.hb

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